Bei uns fliegen Hunderte von Wespen am Strauch / in der Tanne ...

Wir haben einen Hornissenschwarm im Flieder ...

Was passiert hier, was kann man machen?

 


 

Frühjahr / Sommer (April - August)

 

-   "Bei uns hat sich ein Schwarm Wespen, Bienen, Hornissen in einem Strauch angesiedelt."

-   "Bei uns fliegen hunderte von Wespen, Bienen, Hornissen in der Tanne."
-   "Die Wespen krabbeln sogar auf dem Boden unter der Tanne/dem Strauch umher. "

 

"Man kann gar nicht mehr in den Garten gehen" ...

 

Wespenansammlung unter einer, mit Blattläusen befallenen Weide.

 

Dieses Phänomen lässt sich einfach erklären:

  • Hierbei handelt es sich nicht um einen Wespen-, Bienen- oder Hornissenschwarm und auch nicht um ein Wespen- oder Hornissennest.
     

  • Wespen, Hornissen, Bienen und sicherlich noch viele andere Insekten befinden sich hier an einer natürlichen Nahrungsquelle.
     

  • Der Baum, Busch oder Strauch ist von Blattläusen befallen / die Tanne ist von der Fichtenlaus befallen.
     

  • Wespen und Hornissen jagen nach Insekten, die hier umherfliegen

 

 

- Läuse können nicht den gesamten Zucker aus dem aufgenommenen Pflanzensaft verwerten und scheiden ihn als so genanntes "Honigtau", einen süßen, klebrigen Saft wieder aus. Das Honigtau tropft nach unten und findet sich daher auf den Blattoberseiten bzw. auf dem Boden unter der Pflanze wieder. Diese süßen und klebrigen, zuckrigen und kohlehydrathaltigen Ausscheidungen werden sehr gerne von Wespen, Bienen, Hornissen, Ameisen und vielen anderen Insekten als Energiespender aufgenommen.

 

- Neben der Honigtauernte allerdings jagen Wespen und Hornissen zusätzlich nach den Insekten, die ebenfalls von den süßen Ausscheidungen der Fichtenläuse angelockt wurden.

 

- Ja, es summt und brummt in solch einem befallenen Baum, der das reinste "Schlaraffenland" für die Insekten der Umgebung ist.

Unter dem Baum klebt es förmlich durch die zuckrigen Ausscheidungen der Läuse.

 

 

 

Was kann man tun:

  • Im ersten Moment kann man die klebrigen Ausscheidungen unter dem Baum mit Wasser wegspülen.
    Zusätzlich kann man den Baum mit Wasser absprühen.
    Das sorgt aber nur im Moment für eine Linderung. Bei großen Bäumen hat man mit Wasser wenig Erfolg.
     

  • Man sollte sich Rat bei einem Fachmann einholen.
     

  • Sofern möglich, den Bereich um den Baum meiden und auf jeden Fall nicht barfuss durch den Garten gehen.

 

 


 

 

Spätsommer (August / September)
 
-   "Wir haben einen Hornissenschwarm im Flieder."
-   "Wenn man an dem Strauch vorbei geht, brummt es bedrohlich darin" ...

 

 

Nicht nur Flieder, auch Eschen werden im Spätsommer von Hornissen zur "Safternte" angeflogen.

 

 

Auch bei hier handelt es sich um Nahrungsaufnahme.

Keine Angst beim Vorbeigehen am Fliederbusch. Die Hornissen haben dort kein Nest, was sie verteidigen. Sie sind friedlich.

  • Im Flieder sammeln sich Hornissen, die austretenden Saft an der Rinde des Flieders aufnehmen.
     

  • Um an den begehrten, kohlehydrathaltigen Pflanzensaft zu gelangen, wird die Rinde von den Hornissen etwas angeknabbert. Man nennt das "Ringeln".
    An einigen Zweigen entstehen zwar größere Wunden, die jedoch wieder überwallen und am Strauch keine Schäden hinterlassen.

     

  • Neben den Hornissen finden sich auch Wespen und andere Insekten ein, die ebenfalls an der aufgebissenen Rinde Saft trinken möchten.
     

  • Neben der "Fliedersafternte" jagen die Hornissen nach Insekten, die an der Saftquelle naschen möchten.

 

Was kann man tun?

  • Einfach nur Abwarten ...
    Es ist bereits September und selbst der Fliederstrauch wird in den nächsten Tagen seine Saftbahnen schließen um sich auf die Winterruhe vorzubereiten. Spätestens dann werden die "Nahrungsquellen" versiegen und die Hornissen kommen nicht mehr.

Mehr zum Thema und Phänomen -

 
"Hornissen und Wespen im Fliederbusch"


 

 

 

 


 

 

 

 

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