Fernsehbeiträge

 

zum Thema Hautflügler

(Wespen, Hornissen, Hummeln, Bienen und Ameisen)

 

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Letzte Aktualisierung der Fernsehbeiträge am 09. November 2025

 

 

 

November 2025

 

Sa. 01.11.25 03:00 - 03:30 Uhr

Die Bienenflüsterer

Frankreich: Der Bienenhirte

Die Cevennen sind ein Gebirgszug im Süden Frankreichs und seit Jahrtausenden ein Zufluchtsort der „Ur-Honigbiene“ Apis mellifera mellifera. In jedem Dorf dieser Region, an fast jedem Haus, sind Bienenstöcke aus ausgehöhlten Kastanienstämmen zu sehen, die den Völkern der Dunklen Europäischen Biene ein Zuhause bieten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Polen bis zu den Pyrenäen. Doch obwohl sie an die klimatischen Bedingungen in diesen Regionen perfekt angepasst ist, geht ihre Zahl kontinuierlich zurück. Deshalb hat sich der passionierte Imker Stéphane Libéri zum „Bienenhirten“ ernannt und wandert von Tal zu Tal, um dieses wertvolle Kulturgut der Cevennen zu retten.

Honig ist seit jeher ein Grundnahrungsmittel der Bergbewohner. Die Bienen werden in sogenannten Klotzbeuten gehalten, die ihren natürlichen Nestern in hohlen Baumstämmen nachempfunden sind. Die Klotzbeuten werden in Kastanienholz gefertigt und mit einer Schieferplatte beschwert. Leider wird diese wenig rentable Imkereimethode heute kaum noch angewandt.

Stéphane liebt die Cevennen und ist hier aufgewachsen, wie seine Eltern und Großeltern vor ihm. Er engagiert sich für das Überleben der Dunklen Europäischen Biene, auf der die besondere Imkertradition der Region begründet ist. Oberhalb des Dorfes Arrigas, in 800 Meter Höhe, steht Stéphanes Sammlung alter Bienenstöcke, die er aus der ganzen Region zusammengetragen hat. Denn statt neue Klotzbeuten zu bauen, restauriert und repariert er die alten Exemplare – ganz so, wie es seine Vorfahren taten.
 

So. 02.11.25 17:15 - 18:00 Uhr

Erlebnis Erde: Der Sturm - Tiere bei Blitz und Donner

Dokumentation

Was machen die Wildtiere eigentlich, wenn ein schweres Sommergewitter hereinbricht, mit Sturmböen, Blitzen, Hagel und sintflutartigen Regenfällen? Wetterextreme wie diese kommen wegen des Klimawandels auch in Mitteleuropa immer öfter vor. Das stellt nicht nur uns Menschen, sondern auch Pflanzen und Tiere vor ganz schöne Herausforderungen. Der Film zeigt, wie ein Sturm verläuft und begleitet Insekten, Störche, Waschbären und Maulwürfe bei ihrem Überlebenskampf. Der Film zeigt, wie Tiere und Pflanzen auf die ersten Anzeichen von Unwetter reagieren, mit welch überraschenden Strategien sie das Unwetter meistern und wer von der vermeintlichen Naturkatastrophe sogar profitieren kann. Dazu gibt es atemberaubende Aufnahmen.

Der Film startet an einem richtig heißen Sommertag, mitten in Europa. Nach einer langen Dürreperiode sind Seen und sogar Flüsse fast bis zum Grund ausgetrocknet. Während die
Honigbienen umherschwirren, um die letzten Wassertropfen in der staubigen Landschaft zu finden, verbrennt eine Nacktschnecke auf dem kochend heißen Asphalt. Gegen die Hitze hilft nur eins: Wasser. Der Himmel zeigt sich mit einem ersten Anflug von Erlösung in Form von Wolken. Zunächst sind es Schäfchenwolken, die sich schnell wieder auflösen, aber sie kündigen einen Wetterwechsel an. Die darauffolgende Quellbewölkung lässt darauf schließen, dass es wohl mehr als nur etwas Regen geben wird.

Wenn der Donner grollt und sich Blitze mit 100.000 Ampere entladen, sind Wildtiere im Wald, auf Wiesen und Feldern einer Naturkatastrophe ausgesetzt. Während sich Waschbären in Baumhöhlen in Sicherheit bringen können, haben viele andere Arten keine geeigneten Strategien, um sich gegen Regen, Wind oder Blitzeinschläge zu wappnen. Umso überraschender ist, dass es auch Lebewesen gibt, von denen man es kaum erwartet hätte: Manche Pflanzen schließen schon vor dem Regen ihre Blüten. Andere Pflanzen nutzen den aufkommenden Wind, um ihre Pollen massenhaft zu verteilen. Singdrosseln spannen mit ihren Flügeln einen Schirm auf, damit ihre Jungen nicht nass werden und erfrieren. Doch auch Tiere, die nicht vorbereitet sind, sind vor Gewittern nicht gefeit. Der Film begleitet einen erst wenige Wochen alten Waschbär, der seine Familie verloren hat und sich ohne jede Erfahrung allein durchschlagen muss.

Im Laufe des Sturms wird deutlich, dass sich verschiedene Lebensräume neu ordnen: Für die Wildschweine sind Regen und Überflutungen ein echtes Geschenk. Sobald es anfängt zu regnen, kommen Regenwürmer und Larven an die Oberfläche, weil sie sonst unter der Erde ertrinken würden. Oben wartet ein ganzer Trupp von Nutznießern auf sie: Schweine, Störche, Erdkröten und Waschbären. So zeigt sich am Ende, dass ein Gewitter einen natürlichen Kreislauf in Schwung bringt, der in regelmäßigen Abständen alles und jeden auf die Probe stellt. Das ist aber nur der Fall, solange solche Wetterextreme nicht zur Regel werden.

In diesem Film werden die Zuschauer buchstäblich mitten in einen Sturm geführt. Und er zeigt, welche Warnzeichen in der Natur und am Himmel auftauchen, bevor es richtig dramatisch wird. Diese Dokumentation ist ein Mix aus Tierfilm und Katastrophenthriller. Er zeigt Verhalten von Tieren, das man so noch nie gesehen hat.
 

Di. 04.11.25 02:35 - 03:05 Uhr

Die Bienenflüsterer

Deutschland: Rosenfeld, ein Paradies für Bienen

Norbert Poeplau ist nicht nur begeisterter Imker, sondern auch Apidologe – das heißt, er erforscht neue Methoden der Honiggewinnung, der Bienenhaltung und -zucht. Seine Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle liegt in Rosenfeld, einem Naturschutzgebiet am Rande des Schwarzwalds. Hier beobachtet, züchtet und erforscht er die faszinierenden Insekten.

Am wichtigsten sind ihm dabei das Wohlergehen und der natürliche Lebenszyklus der Bienenvölker – wie viel Honig er selbst erntet, ist dabei zweitrangig. Norbert engagiert sich für eine wesensgerechte und ökologische Bienenhaltung. Zu diesem Zweck hat er die sogenannte Einraumbeute entwickelt. Ein revolutionärer Schritt: Sie bietet einen großen Raum, in dem sich die Bienen horizontal ausbreiten können. In herkömmlichen Magazinbeuten verläuft der Wabenbau vertikal und ein Absperrgitter trennt den unten liegenden Brutraum vom darüber liegenden Honigraum, damit der Honig leichter entnommen werden kann. Die Einraumbeute lässt den Bienen mehr Freiheit beim Wabenbau, da Brut- und Honigraum ineinander übergehen.

Auch an anderer Stelle betreibt der Imker Pionierarbeit: Er versucht, eine Linie der Europäischen Honigbiene (Apis mellifera) zu züchten, die möglichst nie mit umweltschädlichen Substanzen in Berührung gekommen ist. Für dieses Projekt hat er mitten in einer Naturschutzzone Bienenstöcke in sogenannten Klotzbeuten eingerichtet – ausgehöhlten Baumstämmen, wie sie seit Jahrhunderten in Sibirien verwendet werden. Das Holz bietet eine natürliche Isolierung, der austretende Baumsaft dient den Bienen als zusätzliche Nahrungsquelle.

Nach dem Winter ist klar: Die Tiere haben überlebt – gesund, stark, aktiv. Ein wegweisender Versuch, der Hoffnung macht im Kampf gegen das weltweite Bienensterben.
 

Di. 04.11.25 03:05 - 03:23 Uhr

Die Bienenflüsterer

Nepal: Die Riesenbiene der Gurung

Im Herzen Nepals erhebt sich das Annapurna-Massiv. In den Tälern zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe herrscht ein einzigartiges Klima – mit eisigen Wintern und drückend heißen Sommern. Hier lebt ein besonderer Bewohner: die Riesenbiene Apis laboriosa. Diese tiefschwarzen, robusten Insekten können bis zu drei Zentimeter lang werden. Jahr für Jahr bauen sie an steilen Felswänden ein einziges, großes Nest – bis zu einen Meter lang und 80 Zentimeter im Durchmesser.

Der bekannteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes Frühjahr auf die gefährliche Suche nach dem „süßen Gold“. Für die Menschen ist der Honig weit mehr als eine Delikatesse – er gilt als Heil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, wählt er seine Gefährten aus. Gemeinsam fertigen sie aus Bambus das nötige Arbeitsmaterial: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange Strickleiter. Jeder Handgriff muss sitzen, denn bei der Honigjagd hängt Lal Bahadurs Leben buchstäblich am seidenen Faden.

Am Tag der Jagd erreichen sie nach vier Stunden Fußmarsch eine kahle Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinab, während seine Gefährten sie mit bloßen Händen sichern. Mit geübtem Blick bohrt er zwei Löcher in die Nestwand und zieht eine kleine Schlinge hindurch. Die Kunst besteht darin, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst.
 

Do. 06.11.25 03:20 - 03:50 Uhr

Die Bienenflüsterer

Mexiko: Die Biene der Maya

Der mexikanische Bundesstaat Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.

Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten. Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch weniger davon.

Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
 

Fr. 07.11.25

+

Sa. 08.11.25

+

Sa. 08.11.25

21:45 - 22:30 Uhr

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08:45 - 09.30 Uhr

+

18:45 - 19:30 Uhr

Tierische Superbauten

In bester Gesellschaft

Das Zusammenleben auf engem Raum bringt Stress mit sich, aber auch viele Vorteile. Kolonien sind Städte der Tierwelt. In dieser Folge geht es um deren Funktion. Eine Kolonie von Papageitauchern auf den Hebriden ist Hauptschauplatz der Beobachtungen. Nur in der Brutzeit leben diese Vögel an Land. Zu Tausenden bauen sie eng beieinander ihre Bruthöhlen, in denen jedes Paar ein einzelnes Ei legt geschützt vor Feinden und der Witterung.

Kolonien sind Städte der Tierwelt. In dieser Folge geht es um deren Funktion für die tierischen Erbauer. Das Zusammenleben auf engem Raum bringt Stress mit sich, aber auch viele Vorteile.

Eine Kolonie von Papageitauchern auf den Hebriden ist Hauptschauplatz des Films. Nur in der Brutzeit leben diese Vögel an Land. Zu Tausenden bauen sie nah beieinander ihre Bruthöhlen, in denen jedes Paar ein einzelnes Ei legt - geschützt vor Feinden und Witterung.

Nicht nur den Papageitauchern und anderen Vogelarten bringt das Leben in der Kolonie einen großen Vorteil durch die Sicherheit in der Menge: Auch so unterschiedliche Tiere wie amerikanische Landschildkröten, Glattechsen in der Australischen Wüste oder Augenfleck-Lippfische im Mittelmeer profitieren von einer Gemeinschaft mit vielen Nachbarn.

Ein besonders interessantes Beispiel für tierische Kolonien liefern
Blattschneiderameisen. Chris Morgan begleitet den Biologen Cameron Currie in den Regenwald von Costa Rica, wo sie eine Ameisenstadt mit Millionen Bewohnern beobachten.

Ob Nest, Bau oder Höhle, ob am blanken Erdboden, in luftiger Höhe oder tief im Untergrund - Tiere sind sehr geschickt und erfinderisch, wenn es darum geht, sich eine Behausung einzurichten.

Chris Morgan präsentiert tierische Ingenieurskunst. Er erklärt die faszinierenden Konstruktionen und lässt sich von Forschenden in aller Welt neue Erkenntnisse zum Wohnungsbau der Tiere zeigen.

Die Reihe "Tierische Superbauten" zeigt ein breites Spektrum an Nestern, Bauten und Höhlen aus vielen Regionen der Erde. Mal steht deren Konstruktion im Mittelpunkt, dann die Auswahl des richtigen Bauplatzes, und schließlich die Vor- und Nachteile des Lebens in einer Kolonie. Die Realaufnahmen werden durch Grafiken ergänzt, die einen Einblick ins Innere der tierischen Bauwerke ermöglichen.
 

So. 09.11.25 10:15 - 10:45 Uhr

Die Bienenflüsterer

Mexiko: Die Biene der Maya

Der mexikanische Bundesstaat Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.

Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten. Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch weniger davon.

Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
 

Di. 11.11.25 02:50 - 03:15 Uhr

Die Bienenflüsterer

Italien: Siziliens Dunkle Biene

Im Tyrrhenischen Meer, nördlich von Sizilien, liegt ein Vulkan-Archipel mit dem Namen Liparische Inseln. Vor einigen Jahrzehnten wurde die Sizilianische Dunkle Honigbiene oder Apis mellifera sicula von anderen Bienenarten verdrängt, die aus Norditalien Einzug gehalten hatten. Bis der sizilianische Imker Carlo Amodeo eine Kolonie in einem verlassenen Bienenstock fand und rettete.

Carlo hat zwei Leidenschaften: das Meer und die Bienen. Seine Mission ist der Schutz und die Vermehrung der Insekten – dafür fährt er von Insel zu Insel. Nach wie vor ist diese Bienenart zahlreichen Gefahren wie etwa Pestiziden ausgesetzt. Genetisch reine Sizilianische Dunkle Honigbienen kommen mit den extremen Klimabedingungen gut zurecht. Sie sind auch bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius noch produktiv, und die starken Winde können ihnen nichts anhaben.

Die vor einer Million Jahren aus einem submarinen Vulkan entstandene Insel Filicudi ist der wildeste und entlegenste Teil des Archipels. Die Landschaft ist rau, karg und schroff. Imker Carlo besitzt hier ein kleines Haus. Wie auf den Nachbarinseln hat er auch auf Filicudi rund hundert Bienenstöcke aufgestellt. Mehrmals pro Woche schaut er nach, ob es den Königinnen gut geht. Im Sommer besuchen zahlreiche Touristen die Liparischen Inseln, kleine Paradiese zwischen Himmel und Meer. Dank der unermüdlichen Arbeit, Pflege und Obhut von Imker und „Bienenflüsterer“ Carlo sind die einheimischen Sizilianischen Bienen hier nun wieder zu Hause.
 

Di. 11.11.25 03:15 - 03:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Argentinien: Auf der Suche nach dem Paradies

Im Nordosten Argentiniens bahnt sich der Río Paraná seinen Weg zum Meer und erweitert sich kurz davor zu einem 15.000 Quadratkilometer großen Delta. Die Region ist ein ökologisches Paradies. Aber wie lange noch? Ernstzunehmende Warnungen kommen vor allem von den Imkern, die ihre Schützlinge tagtäglich beobachten. Stets lieferten diese Bienen – eine Kreuzung aus deutschen und italienischen Unterarten der Europäischen Honigbiene Apis mellifera – einen im ganzen Land begehrten Honig. Doch inzwischen klagen Pedro und Ezequiel über ein außergewöhnlich hohes Bienensterben und suchen verzweifelt nach Gegenmaßnahmen.

Auf etwa der Hälfte der Ackerflächen Argentiniens wird Soja angebaut. Um einen Weg aus der Finanzkrise von 2002 zu finden, setzte das Land massiv auf die Monokultur genmodifizierter Sojabohnen. Die Pflanzen werden mit Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt, sobald die ersten Keimblättchen aus dem Boden ragen. Damit werden die Felder für Bienen zur Giftfalle. Die Sojafelder werden immer größer und es gibt kaum noch andere Blütenpflanzen. Die Bienen sind die Ersten, die dieser Entwicklung zum Opfer fallen.

Den Imkern bleibt nichts anderes übrig, als ihre Bienenstöcke einmal im Jahr an andere Standorte zu bringen. 210 Bienenstöcke mit insgesamt vier Millionen Tieren werden dabei in neues Weidegebiet gebracht. Auf den Inseln des Flussdeltas können sich Pedros und Ezequiels Insekten erholen. Hier ist die Natur noch intakt. Erst nach den Spritzeinsätzen auf den Sojafeldern kehren sie zurück, um sich von den wenigen Blüten zu ernähren, die übrig geblieben sind. Es ist ein Spießrutenlauf zwischen den Naturgewalten und den Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft.
 

Di. 11.11.25 17:20 - 17:50 Uhr

Die Bienenflüsterer

Türkei: Der Bär, der Honig und der Unbeugsame

Zwischen dem Schwarzen Meer und den Hochebenen Erzurums erstrecken sich die Täler der Provinz Rize – der Lebensraum der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica), die sich durch ihren besonders langen Rüssel auszeichnet. Damit erreicht sie den Nektar auch, wenn die Blüten sehr tiefe Kelche haben. Bei der Jagd auf ihr flüssiges Gold treffen zwei Rivalen aufeinander: der Mensch und der Europäische Braunbär, von dem hier etwa 4.000 Exemplare gibt. Um ihm zuvorzukommen, greifen die Einheimischen auf ungewöhnliche Methoden zurück: vom Bärenschreck über Überwachungskameras bis zu Bienenstöcken in schwindelerregender Höhe.

Der Honig der Bienen ist für seine einzigartige Aromatik bekannt, deshalb schwören viele Imker in der Region noch heute auf die traditionellen Bienenstöcke, sogenannte Karakovans. Die Fünf-Sterne-Hotels für die fleißigen Arbeiterinnen bestehen aus Lindenholz, da der blumige Geruch den Bienen besonders zusagt. Unter den Imkern befindet sich auch der 68-jährige Mustafa: In 20 Metern Höhe bringt er seinen neuen Bienenstock an, der die Bienen verwöhnen und die Bären verzweifeln lassen soll. Trotz des großen Aufwands fällt der Honigertrag gering aus – entsprechend teuer ist Karakovan-Honig: 120 Euro pro Kilogramm. Diesen Luxus lassen sich aber auch die Tiere nicht einfach so entgehen – und so wird auch in Zukunft der Wettkampf um den Honig Mensch und Bär auf Trab halten.
 

Mi. 12.11.25 03:15 - 03:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Indonesien: Der heilige Honigbaum

In den Feuchtgebieten des Sentarum-Sees auf der indonesischen Insel Borneo lebt die Riesenhonigbiene Apis dorsata. In den Wäldern der Seenlandschaft baut sie ihre Nester in den Wipfeln der großen Bäume, die hier als heilig gelten und Laulaus genannt werden. Das indigene Volk der Dayak verehrt die Riesenbiene, ihr Honig nimmt in seiner Kultur einen wichtigen Platz ein. Neben dem Fischfang ist der Verkauf von Honig eine der Haupteinnahmequellen.

Ouaksah gehört zu den wenigen Menschen, die mit Mut und Geschick eine gefährliche Tradition aufrechterhalten: Er klettert nachts auf die Bäume, um den Bienen ihren Honig zu rauben. Ouaksah ist einer der letzten Honigjäger, die diese nächtliche Ernte betreiben, die auch eine spirituelle Bedeutung besitzt. Ouaksah trägt dabei weder Schuhe noch Handschuhe, lediglich Stirnlampe und Imkerpfeife. Beim Aufstieg in den Wipfel singt er Gebete, um die Geister des heiligen Baums zu besänftigen. Die Honigjäger müssen schnell arbeiten: Zuerst vertreiben sie die Bienen mit dem Smoker, dann schneiden sie das aus einer großen Wabe bestehende Nest ab. Das Honigsammeln ist eine extrem riskante Angelegenheit: Ein einziger Fehltritt und es droht ein tödlicher Sturz in die Tiefe.

Am Fuße des Baumes warten Ouaksahs Cousins. In geduldiger Feinarbeit reicht er ihnen die honiggefüllten Bienenwaben herunter. Dank seiner reichen Beute kann sich seine Familie auf einige sorgenfreie Monate freuen.
 

Mi. 12.11.25 18:15 - 19:15 Uhr

Planet Weltweit

Die Honigsammler von Yunnan

Schon seit Jahrtausenden ziehen Wanderimker durch China. Sie stellen ihre Bienenkörbe immer genau dort auf, wo die Pflanzen blühen, die einen besonders wohlschmeckenden oder medizinisch wirksamen Honig ergeben. Der größte Teil der chinesischen Wanderimker ist in Yunnan unterwegs, im bergigen Südwesten Chinas. Luft, Wasser und Böden sind hier deutlich sauberer, als im Rest des Riesenreiches.
 

Sa. 15.11.25 03:15 - 03:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Indien: Flüssiges Gold in schwindelnder Höhe

Im Südwesten Indiens, an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Karnataka, Kerala und Tamil Nadu, liegen die Nilgiri-Berge, was so viel wie „die blauen Berge“ bedeutet. Sie gehören zu dem über 5.000 Quadratkilometer großen Biosphärenreservat Nilgiri, einem der artenreichsten Ökosysteme weltweit. Jahr für Jahr warten die seit Urzeiten als Jäger und Sammler lebenden Bergbewohner auf die Rückkehr der Riesenhonigbiene Apis dorsata, die das Jahr über auf Wanderschaft ist. Die Honigsaison dauert vier Monate. Den Nektar und Pollen liefern hauptsächlich die Blüten von vier Pflanzenarten: Naga, Koli, Biskoti und Aniké. In den "blauen Bergen" blühen diese Pflanzen während der vier Monate vor dem Monsun. Sobald ihre Blütezeit vorbei ist und die Bienen hier keine Nahrung mehr finden, suchen sie ein neues Trachtgebiet und wandern dafür bis zu 200 Kilometer weit. Bei der Apis dorsata handelt es sich um eine der aggressivsten Bienenarten der Welt, die ihre Nester in Baumwipfeln und an Felsüberhängen baut. Mit über zwei Zentimeter Länge ist die Apis dorsata fast doppelt so groß wie die meisten anderen Arten. Chinasami und Jadayan gehören zwei unterschiedlichen indigenen Volksgruppen an, vereint durch die Jagd nach dem begehrten Honig. Ein riskantes Unterfangen, das heutzutage kaum noch jemand wagt: Auf riskanten Kletterpartien hangeln sich die Honigsammler an Strickleitern an den steilen Felswänden entlang und verjagen die Riesenhonigbienen mit Rauch, um an die Waben zu gelangen. Chinasami und Jadayan wollen auch ihre Söhne und Neffen zu Honigjägern ausbilden, um die Existenz der Familien in Zukunft zu sichern und eine jahrhundertealte Tradition am Leben zu erhalten.
 

Sa. 15.11.25 05:10 - 05:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Nepal: Die Riesenbiene der Gurung

Im Herzen Nepals erhebt sich das Annapurna-Massiv. In den Tälern zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe herrscht ein einzigartiges Klima – mit eisigen Wintern und drückend heißen Sommern. Hier lebt ein besonderer Bewohner: die Riesenbiene Apis laboriosa. Diese tiefschwarzen, robusten Insekten können bis zu drei Zentimeter lang werden. Jahr für Jahr bauen sie an steilen Felswänden ein einziges, großes Nest – bis zu einen Meter lang und 80 Zentimeter im Durchmesser.

Der bekannteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes Frühjahr auf die gefährliche Suche nach dem „süßen Gold“. Für die Menschen ist der Honig weit mehr als eine Delikatesse – er gilt als Heil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, wählt er seine Gefährten aus. Gemeinsam fertigen sie aus Bambus das nötige Arbeitsmaterial: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange Strickleiter. Jeder Handgriff muss sitzen, denn bei der Honigjagd hängt Lal Bahadurs Leben buchstäblich am seidenen Faden.

Am Tag der Jagd erreichen sie nach vier Stunden Fußmarsch eine kahle Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinab, während seine Gefährten sie mit bloßen Händen sichern. Mit geübtem Blick bohrt er zwei Löcher in die Nestwand und zieht eine kleine Schlinge hindurch. Die Kunst besteht darin, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst.
 

Sa. 15.11.25 15:25 - 15:50 Uhr

Die Bienenflüsterer

Frankreich: Der Bienenhirte

Die Cevennen sind ein Gebirgszug im Süden Frankreichs und seit Jahrtausenden ein Zufluchtsort der „Ur-Honigbiene“ Apis mellifera mellifera. In jedem Dorf dieser Region, an fast jedem Haus, sind Bienenstöcke aus ausgehöhlten Kastanienstämmen zu sehen, die den Völkern der Dunklen Europäischen Biene ein Zuhause bieten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Polen bis zu den Pyrenäen. Doch obwohl sie an die klimatischen Bedingungen in diesen Regionen perfekt angepasst ist, geht ihre Zahl kontinuierlich zurück. Deshalb hat sich der passionierte Imker Stéphane Libéri zum „Bienenhirten“ ernannt und wandert von Tal zu Tal, um dieses wertvolle Kulturgut der Cevennen zu retten.

Honig ist seit jeher ein Grundnahrungsmittel der Bergbewohner. Die Bienen werden in sogenannten Klotzbeuten gehalten, die ihren natürlichen Nestern in hohlen Baumstämmen nachempfunden sind. Die Klotzbeuten werden in Kastanienholz gefertigt und mit einer Schieferplatte beschwert. Leider wird diese wenig rentable Imkereimethode heute kaum noch angewandt.

Stéphane liebt die Cevennen und ist hier aufgewachsen, wie seine Eltern und Großeltern vor ihm. Er engagiert sich für das Überleben der Dunklen Europäischen Biene, auf der die besondere Imkertradition der Region begründet ist. Oberhalb des Dorfes Arrigas, in 800 Meter Höhe, steht Stéphanes Sammlung alter Bienenstöcke, die er aus der ganzen Region zusammengetragen hat. Denn statt neue Klotzbeuten zu bauen, restauriert und repariert er die alten Exemplare – ganz so, wie es seine Vorfahren taten.
 

So. 16.11.25 03:30 - 04:00 Uhr

Die Bienenflüsterer

Mexiko: Die Biene der Maya

Der mexikanische Bundesstaat Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.

Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten. Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch weniger davon.

Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
 

So. 16.11.25 10:10 - 10:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Argentinien: Auf der Suche nach dem Paradies

Im Nordosten Argentiniens bahnt sich der Río Paraná seinen Weg zum Meer und erweitert sich kurz davor zu einem 15.000 Quadratkilometer großen Delta. Die Region ist ein ökologisches Paradies. Aber wie lange noch? Ernstzunehmende Warnungen kommen vor allem von den Imkern, die ihre Schützlinge tagtäglich beobachten. Stets lieferten diese Bienen – eine Kreuzung aus deutschen und italienischen Unterarten der Europäischen Honigbiene Apis mellifera – einen im ganzen Land begehrten Honig. Doch inzwischen klagen Pedro und Ezequiel über ein außergewöhnlich hohes Bienensterben und suchen verzweifelt nach Gegenmaßnahmen.

Auf etwa der Hälfte der Ackerflächen Argentiniens wird Soja angebaut. Um einen Weg aus der Finanzkrise von 2002 zu finden, setzte das Land massiv auf die Monokultur genmodifizierter Sojabohnen. Die Pflanzen werden mit Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt, sobald die ersten Keimblättchen aus dem Boden ragen. Damit werden die Felder für Bienen zur Giftfalle. Die Sojafelder werden immer größer und es gibt kaum noch andere Blütenpflanzen. Die Bienen sind die Ersten, die dieser Entwicklung zum Opfer fallen.

Den Imkern bleibt nichts anderes übrig, als ihre Bienenstöcke einmal im Jahr an andere Standorte zu bringen. 210 Bienenstöcke mit insgesamt vier Millionen Tieren werden dabei in neues Weidegebiet gebracht. Auf den Inseln des Flussdeltas können sich Pedros und Ezequiels Insekten erholen. Hier ist die Natur noch intakt. Erst nach den Spritzeinsätzen auf den Sojafeldern kehren sie zurück, um sich von den wenigen Blüten zu ernähren, die übrig geblieben sind. Es ist ein Spießrutenlauf zwischen den Naturgewalten und den Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft.
 

Mo. 17.11.25 04:05 - 05:00 Uhr

Die Bienenflüsterer

Kenia: Die Biene, die Yaaku und der Vogel

Am Fuße des Mount Kenya in Ostafrika erstrecken sich die Hochebenen des Laikipia-Plateaus. Die dünn besiedelte Region ist ein Paradies für große Säugetiere, doch ihre endlosen Weiten bieten auch Lebensraum für eine kleine Insektenart – die Apis mellifera monticola. Nicholas gehört zu den Yaaku, einer ethnischen Volksgruppe, der rund 2.000 Menschen angehören. Für ihn sind diese Bienen weit mehr als nur Honiglieferanten. Nachdem die Gemeinschaft der Yaaku in den 30er Jahren von den Massai-Kriegern angegliedert wurde, übernahmen sie deren Bräuche, Lebensweisen und Sprache.

Die Massai lieben Honig, aber vor Bienen haben sie großen Respekt. Die Yaaku hingegen blicken auf eine lange Tradition der Bienenhaltung zurück und arbeiten bis heute mit den Methoden ihrer Vorfahren: ausgehöhlte Stücke von Baumstämmen werden als Bienenstöcke aufgehängt. Nur so sind sie sicher vor dem Honigdachs, einem Verwandten der Marder, der – wie der Name schon sagt – auf Honig aus ist. Auch Elefanten machen den Bienen das Leben schwer: Bei der Nahrungssuche nach Zweigen und Blättern kommt es immer wieder vor, dass die Dickhäuter die Bienenstöcke von den Bäumen herunterreißen.

Gelegentlich sammeln die Yaaku auch den Honig der wilden Bienen aus der Region. Dabei hilft ihnen ein schwarzer Vogel, der Große Honiganzeiger. Er gehört zu den wenigen Vogelarten, die Wachs fressen und verdauen können. Aber alleine kommt er an das Wachs nicht heran – dazu braucht er die Unterstützung der Yaaku, die er im Gegenzug zu den Nestern führt. Die Honigernte bestimmt auch den Festkalender der Yaaku. Zu allen besonderen Anlässen und vor allem auf Hochzeiten wird Met serviert. Für Nicholas’ zweite Frau waren die Bienenstöcke ein entscheidender Grund zur Heirat. Den Brautpreis hat er den künftigen Schwiegereltern in Honig bezahlt. Bis heute gilt ihm Honig als Symbol für Reichtum, Frieden und häusliches Glück.
 

Mo. 17.11.25 05:00 - 05:55 Uhr

Meine wilden Nachbarn

Dokumentation

Ein Stadtbewohner erlebt an einem Winternachmittag, wie plötzlich ohrenbetäubendes Gekreische den Straßenlärm übertönt. Wenige Meter vor seinem Fenster sieht er Dutzende Stare auf den Bäumen landen. Ihre schwarzen Silhouetten heben sich vom weißen Hintergrund ab, ihr Hüpfen lässt den Schnee von den Zweigen rieseln. Der Vogelschwarm verwandelt die Straße – optisch und akustisch.

Jeden Tag bietet sich beim Blick aus dem Fenster ein neues Schauspiel mit mehr als 20 Vogelarten sowie verschiedenen Insekten und Säugetieren in den Hauptrollen. Nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Wanderfalken, Steinmarder,
Wildbienen, Mäuse und Ameisen haben sich erstaunlich gut an das Leben in der Stadt angepasst. Sie sind wie wir Menschen zu wahren Experten dieses künstlichen Milieus geworden, das doch so wenig mit ihrem natürlichen Lebensraum gemein hat. „Meine wilden Nachbarn“ wirft einen neuen, poetischen und humorvollen Blick auf die Fauna im urbanen Raum.
 

Di. 18.11.25 02:10 - 02:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Russland: Die Waldimker des Urals

Im Naturschutzgebiet Schulgan-Tasch im baschkirischen Ural liegt das Dorf Gadel-Garejero inmitten waldiger Hügel, die mit jahrhundertealten Eichen, Birken, Espen, Linden und Ahornbäumen bewachsen sind. Hier lebt eine spezielle Wildbienenart: die seltene Bursjan-Honigbiene. Sie ist winterfest – ein großer Vorteil angesichts der klimatischen Bedingungen hier. Bis zu minus 40 Grad Celsius müssen die Bienen im Winter überstehen. Außerdem besitzt diese Bienenart eine zweite besondere Fähigkeit: Sie hat sich an die kurze Blühperiode der Linden angepasst, die nur acht bis zehn Tage dauert. In dieser Zeit steigt der Arbeitseinsatz der Bienen auf das Eineinhalbfache.

Sabit Gallin arbeitet als Ranger im Reservat und gehört zu den wenigen Honigjägern des Dorfes, den sogenannten Bortewiks. Sie fertigen „Borten“ an, die Behausungen für die Wildbienen, und halten sie instand. Es sind rechteckige Nischen, die direkt in den Baumstamm hoher Kiefern gehauen werden. Manche dieser künstlichen Höhlen werden bereits seit Jahrhunderten von Bienen bewohnt. Um an den Honig zu gelangen, erklimmt Sabit die Kiefer mit Hilfe eines Steiggurts. Ganz ruhig und langsam arbeitet er, damit die Bienen ihn nicht stechen. Zu gierig darf der Honigjäger nicht sein, denn ohne genügend Vorrat kommen die Bienen nicht über den Winter. Nach der Ernte geht es ans Verarbeiten: Sabit zerstampft die Waben, in denen sich Honig, Pollen und Wachs befinden, und verarbeitet sie zu einem Brei, der am Ende den Waldhonig mit besonderem Geschmack ergibt – reine Natur, ohne künstliche Aromen oder Zusätze.
 

Di. 18.11.25 15:15 - 16:00 Uhr

Invasion der Ameisen

Die unterschätzte Gefahr?

Eine invasive Ameisenart erobert Deutschland: die Große Drüsenameise, Tapinoma magnum. Welche Bedrohungen für das Ökosystem bringt sie und wie lässt sie sich bekämpfen? t.

Das Problem: Diese Ameise gründet sogenannte Superkolonien, weitverzweigte Netzwerke von Nestern, die aus Hunderttausenden bis Millionen von Arbeiterinnen und Tausenden von fortpflanzungsfähigen Königinnen bestehen. Sie können sich unterirdisch über viele Hektar ausbreiten. Dadurch kann sich diese Art explosionsartig vermehren und heimische Ameisen verdrängen. Ganze Ökosysteme sind gefährdet.

Teams von Forschenden im Südwesten suchen nach Lösungen - bislang vergeblich. Betroffene berichten von "blankem Horror": Befallene Gärten oder Balkone können häufig nicht mehr genutzt werden. Diese Ameisen unterhöhlen auch Straßen, Wege und Terrassen, bedrohen Gebäude, sogar kritische Infrastruktur. Herkömmliche Insektizide wirken bestenfalls vorübergehend.

Die SWR Dokumentation zeigt, wie dramatisch die Lage im Südwesten bereits ist.
 

Mi. 19.11.25 03:10 - 03:40 Uhr

Die Bienenflüsterer

Slowenien: Der Hüter der Carnica-Biene

Slowenien ist das einzige europäische Land, das sich seine einheimische Bienenart erhalten konnte: Apis mellifera carnica, auch als Krainer oder Kärntner Biene bekannt. Die Imkerei wird hier seit Jahrhunderten gepflegt und hat die slowenische Geschichte und Kultur mitgeprägt. Ob Berufsimker oder Laien, die Slowenen haben großen Respekt vor der Carnica und den Traditionen, die mit ihr in Verbindung stehen.

Brane Kozinc stammt aus einer Imkerfamilie, in der die Leidenschaft für die Bienen seit vier Generationen vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Mit den Carnica-Bienen kam er schon als kleiner Junge in Kontakt, unter der liebevollen Aufsicht seines Großvaters. Heute ist Brane einer der 15 staatlich anerkannten Imker Sloweniens und züchtet reinrassige Carnica-Bienen.

Dabei hält er sich an die Weisungen der Forschung und wendet bei der Auswahl der Königinnen nur ausgewiesene Techniken an. Der Schutz der Carnica ist für Brane zur Priorität geworden. Seine Bienenstöcke stehen auf dem Triglav, dem höchsten Gipfel der Julischen Alpen und Sloweniens. Die Klimabedingungen sind so extrem, dass Bienen hier normalerweise nicht überleben würden – nur die Carnica-Biene ist dazu in der Lage.

Diese Bienenart zeichnet sich durch ihre Friedfertigkeit und ihren exzellenten Honig aus, so dass sie in Slowenien sogar die einzige zugelassene Bienenart ist. Für Brane ist die Zucht der Carnica-Biene nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch eine notwendige Voraussetzung für die Zukunft der Imkerei. Unter den staatlich anerkannten und streng kontrollierten Bienenzuchtbetrieben ist er der Einzige, der seine Bienenköniginnen in die ganze Welt exportiert.
 

Do. 20.11.25 02:50 - 03:15 Uhr

Die Bienenflüsterer

Äthiopien: Summende Schutzengel

Grüne Hochebenen, durchzogen von Flusstälern – das ist das Dach Afrikas: das Hochland von Abessinien im Norden Äthiopiens. Während die Nachbarländer von sengender Hitze geplagt werden, herrscht hier – auf über 2.000 Metern Höhe – ein mildes Klima, und Afrika erscheint wie das gelobte Land. Nicht von ungefähr beschreiben Reisende und Pilger Äthiopien seit jeher als das biblische Land, in dem Milch und Honig fließen. Der Honig stammt von der Ostafrikanischen Bergbiene – Apis mellifera monticola.

Das Christentum hat in Äthiopien eine lange Geschichte – und mit ihm die Bienen, die sich in den teils jahrhundertealten Kirchen eingenistet haben. Für die Gläubigen gelten sie als Boten des Herrn. So auch für Aby Tadesse, dessen Leben eng mit den Bienen verbunden ist. Aby besitzt rund 30 Bienenstöcke – einfache Konstruktionen aus Stroh, Lehm und Rinderdung, um die er sich hingebungsvoll kümmert. Die Bienen schenken den Menschen Honig und Wachs. Doch hier, im Hochland von Abessinien, erfüllen sie noch eine weitaus wichtigere Aufgabe: Die Menschen glauben, sie seien eine Art Schutzengel, die den Teufel vertreiben. Und sie wissen, dass ihr Honig heilende Wirkung bei bestimmten Krankheiten entfalten kann. Die Honigernte gleicht daher einer religiösen Zeremonie.
 

Fr. 21.11.25 15:50 - 16:20 Uhr

Die Bienenflüsterer

Neuseeland: Der Schatz der Maori

Neuseeland liegt abgeschieden im Südpazifik – rund 2.000 Kilometer von seinen nächsten Nachbarn entfernt. Vor etwa tausend Jahren wurde das Land von polynesischen Seefahrern entdeckt, die sich auf der Nordinsel niederließen und die Māori-Kultur begründeten. Erst im 18. Jahrhundert kamen mit den Engländern auch die ersten Bienen nach Neuseeland.

Die Europäische Honigbiene, Apis mellifera, wurde auf den von üppiger Vegetation bedeckten Inseln schnell heimisch. Schon bald entdeckten die Tiere eine besondere Delikatesse: die Blüten eines Baumes, den die Māori als Heilpflanze verehren und Manuka nennen. Der Honig aus Manuka-Blüten ist einzigartig – und für viele ein Segen. Er wird von zahlreichen Menschen als Naturheilmittel geschätzt. Das Honiggeschäft hat hier vielen Familien sichere Arbeitsplätze beschert. Nicht nur den Imkern und Honigverkäufern. Auch Landwirte profitieren von der Bestäubungsarbeit der Bienen auf ihren Anbauflächen.

Seit mehreren Generationen sind Blanche Murray und ihre Familie vom Māori-Stamm Ngāti Kurī die Hüter dieses kostbaren Honigs. In der Bucht von Te Hāpua, an der Nordspitze der Insel, begann die Erfolgsgeschichte der Murrays. Großmutter Hana lebte hier in einem Haus im Grünen. Sie kannte die heimische Fauna und Flora wie kaum eine andere. Ihre Leidenschaft für die Bienen hat sie an Blanche und deren Bruder Tae weitergegeben.

In der Familie Murray haben alte Traditionen überlebt. Blanche, ihre Mutter und ihre Geschwister nehmen den Auftrag ihrer Ahnen ernst: Sie kümmern sich um das Land, das ihnen anvertraut wurde – und tragen dazu bei, die Māori-Kultur zu bewahren.
 

Fr. 21.11.25 17:50 - 18:35 Uhr

Durch das Jahr der weltweiten Wildnis

September - Oktober: Unruhige Zeiten

Im September hat die Erde zwei Drittel ihrer Reise um die Sonne zurückgelegt. Mensch und Tier steht eine neue Zeit des Umbruchs bevor. Im südlichen Afrika wird es immer heißer und trockener. Ein hungriges Löwenrudel lauert Tieren auf Wassersuche auf. Hitzegeplagte Flusspferde müssen sich in immer kleineren Tümpeln drängen. Die Aggressivität steigt und führt oft zu blutigen Kämpfen.

Die Rückkehr des Regens ist ein Segen für die Natur. In der Kalahari kehrt mit den ersten Wassertropfen das Leben zurück. Die Erdmännchen wagen sich mit ihren Jungen aus dem Bau und erteilen ihnen erste Lektionen in Sachen Nahrungssuche. Auch in den Tropenwäldern Kolumbiens beginnt die Regenzeit, und die Frösche singen ihr Ständchen.

Auf dem australischen Kontinent sind September und Oktober Frühlingsmonate. Die Ebenen im Osten des Landes sind wieder grün, und bei den Kängurus gibt es einen wahren Babyboom! Die Männchen liefern sich erbitterte Boxkämpfe um die Gunst der Weibchen. Während die Kängurus sich über frisches Gras freuen, machen sich die Menschen an die Ernte. Im Südwesten Chinas wird im September der Reis geerntet – eine mehr als 10.000 Jahre alte Tradition, die heute Menschen auf der ganzen Welt ernährt.

Die Tagundnachtgleiche im September markiert den Herbstbeginn auf der Nordhalbkugel. Die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich und fallen zu Boden, die Landschaft verändert sich erneut. Im Wald wachsen Pilze, und die Tierwelt beginnt, sich auf den Winter vorzubereiten.

Im Norden Kanadas machen sich die Karibus auf den Weg, um dem nahenden Winter zu entgehen. Die immer kürzeren Tage im Oktober sind für sie das Signal zum Aufbruch. Auf der Suche nach Weideland ziehen sie rund 600 Kilometer gen Süden – die längste bekannte Tierwanderung auf dem Landweg. Während ihrer gesamten Reise müssen sie sich vor hungrigen Wölfen in Acht nehmen.

Auch in den Obstgärten Großbritanniens stellt der Winter eine Gefahr dar. Fleischfressende Hornissen füttern die nächste Generation, bevor sie selbst der Kälte erliegen.

Bei Tonga hallt der Gesang verliebter Buckelwale durch den Südpazifik: Ein erbitterter Wettstreit zwischen den Männchen kündigt sich an.
 

Sa. 22.11.25 03:10 - 03:39 Uhr

Die Bienenflüsterer

Indien: Flüssiges Gold in schwindelnder Höhe

Im Südwesten Indiens, an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Karnataka, Kerala und Tamil Nadu, liegen die Nilgiri-Berge, was so viel wie „die blauen Berge“ bedeutet. Sie gehören zu dem über 5.000 Quadratkilometer großen Biosphärenreservat Nilgiri, einem der artenreichsten Ökosysteme weltweit. Jahr für Jahr warten die seit Urzeiten als Jäger und Sammler lebenden Bergbewohner auf die Rückkehr der Riesenhonigbiene Apis dorsata, die das Jahr über auf Wanderschaft ist. Die Honigsaison dauert vier Monate. Den Nektar und Pollen liefern hauptsächlich die Blüten von vier Pflanzenarten: Naga, Koli, Biskoti und Aniké. In den "blauen Bergen" blühen diese Pflanzen während der vier Monate vor dem Monsun. Sobald ihre Blütezeit vorbei ist und die Bienen hier keine Nahrung mehr finden, suchen sie ein neues Trachtgebiet und wandern dafür bis zu 200 Kilometer weit. Bei der Apis dorsata handelt es sich um eine der aggressivsten Bienenarten der Welt, die ihre Nester in Baumwipfeln und an Felsüberhängen baut. Mit über zwei Zentimeter Länge ist die Apis dorsata fast doppelt so groß wie die meisten anderen Arten. Chinasami und Jadayan gehören zwei unterschiedlichen indigenen Volksgruppen an, vereint durch die Jagd nach dem begehrten Honig. Ein riskantes Unterfangen, das heutzutage kaum noch jemand wagt: Auf riskanten Kletterpartien hangeln sich die Honigsammler an Strickleitern an den steilen Felswänden entlang und verjagen die Riesenhonigbienen mit Rauch, um an die Waben zu gelangen. Chinasami und Jadayan wollen auch ihre Söhne und Neffen zu Honigjägern ausbilden, um die Existenz der Familien in Zukunft zu sichern und eine jahrhundertealte Tradition am Leben zu erhalten.
 

So. 23.11.25 03:25 - 03:50 Uhr

Die Bienenflüsterer

Italien: Siziliens Dunkle Biene

Im Tyrrhenischen Meer, nördlich von Sizilien, liegt ein Vulkan-Archipel mit dem Namen Liparische Inseln. Vor einigen Jahrzehnten wurde die Sizilianische Dunkle Honigbiene oder Apis mellifera sicula von anderen Bienenarten verdrängt, die aus Norditalien Einzug gehalten hatten. Bis der sizilianische Imker Carlo Amodeo eine Kolonie in einem verlassenen Bienenstock fand und rettete.

Carlo hat zwei Leidenschaften: das Meer und die Bienen. Seine Mission ist der Schutz und die Vermehrung der Insekten – dafür fährt er von Insel zu Insel. Nach wie vor ist diese Bienenart zahlreichen Gefahren wie etwa Pestiziden ausgesetzt. Genetisch reine Sizilianische Dunkle Honigbienen kommen mit den extremen Klimabedingungen gut zurecht. Sie sind auch bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius noch produktiv, und die starken Winde können ihnen nichts anhaben.

Die vor einer Million Jahren aus einem submarinen Vulkan entstandene Insel Filicudi ist der wildeste und entlegenste Teil des Archipels. Die Landschaft ist rau, karg und schroff. Imker Carlo besitzt hier ein kleines Haus. Wie auf den Nachbarinseln hat er auch auf Filicudi rund hundert Bienenstöcke aufgestellt. Mehrmals pro Woche schaut er nach, ob es den Königinnen gut geht. Im Sommer besuchen zahlreiche Touristen die Liparischen Inseln, kleine Paradiese zwischen Himmel und Meer. Dank der unermüdlichen Arbeit, Pflege und Obhut von Imker und „Bienenflüsterer“ Carlo sind die einheimischen Sizilianischen Bienen hier nun wieder zu Hause.
 

So. 23.11.25 05:05 - 05:35 Uhr

Die Bienenflüsterer

Türkei: Der Bär, der Honig und der Unbeugsame

Zwischen dem Schwarzen Meer und den Hochebenen Erzurums erstrecken sich die Täler der Provinz Rize – der Lebensraum der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica), die sich durch ihren besonders langen Rüssel auszeichnet. Damit erreicht sie den Nektar auch, wenn die Blüten sehr tiefe Kelche haben. Bei der Jagd auf ihr flüssiges Gold treffen zwei Rivalen aufeinander: der Mensch und der Europäische Braunbär, von dem hier etwa 4.000 Exemplare gibt. Um ihm zuvorzukommen, greifen die Einheimischen auf ungewöhnliche Methoden zurück: vom Bärenschreck über Überwachungskameras bis zu Bienenstöcken in schwindelerregender Höhe.

Der Honig der Bienen ist für seine einzigartige Aromatik bekannt, deshalb schwören viele Imker in der Region noch heute auf die traditionellen Bienenstöcke, sogenannte Karakovans. Die Fünf-Sterne-Hotels für die fleißigen Arbeiterinnen bestehen aus Lindenholz, da der blumige Geruch den Bienen besonders zusagt. Unter den Imkern befindet sich auch der 68-jährige Mustafa: In 20 Metern Höhe bringt er seinen neuen Bienenstock an, der die Bienen verwöhnen und die Bären verzweifeln lassen soll. Trotz des großen Aufwands fällt der Honigertrag gering aus – entsprechend teuer ist Karakovan-Honig: 120 Euro pro Kilogramm. Diesen Luxus lassen sich aber auch die Tiere nicht einfach so entgehen – und so wird auch in Zukunft der Wettkampf um den Honig Mensch und Bär auf Trab halten.
 

So. 23.11.25 05:35 - 06:00 Uhr

Die Bienenflüsterer

Argentinien: Auf der Suche nach dem Paradies

Im Nordosten Argentiniens bahnt sich der Río Paraná seinen Weg zum Meer und erweitert sich kurz davor zu einem 15.000 Quadratkilometer großen Delta. Die Region ist ein ökologisches Paradies. Aber wie lange noch? Ernstzunehmende Warnungen kommen vor allem von den Imkern, die ihre Schützlinge tagtäglich beobachten. Stets lieferten diese Bienen – eine Kreuzung aus deutschen und italienischen Unterarten der Europäischen Honigbiene Apis mellifera – einen im ganzen Land begehrten Honig. Doch inzwischen klagen Pedro und Ezequiel über ein außergewöhnlich hohes Bienensterben und suchen verzweifelt nach Gegenmaßnahmen.

Auf etwa der Hälfte der Ackerflächen Argentiniens wird Soja angebaut. Um einen Weg aus der Finanzkrise von 2002 zu finden, setzte das Land massiv auf die Monokultur genmodifizierter Sojabohnen. Die Pflanzen werden mit Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt, sobald die ersten Keimblättchen aus dem Boden ragen. Damit werden die Felder für Bienen zur Giftfalle. Die Sojafelder werden immer größer und es gibt kaum noch andere Blütenpflanzen. Die Bienen sind die Ersten, die dieser Entwicklung zum Opfer fallen.

Den Imkern bleibt nichts anderes übrig, als ihre Bienenstöcke einmal im Jahr an andere Standorte zu bringen. 210 Bienenstöcke mit insgesamt vier Millionen Tieren werden dabei in neues Weidegebiet gebracht. Auf den Inseln des Flussdeltas können sich Pedros und Ezequiels Insekten erholen. Hier ist die Natur noch intakt. Erst nach den Spritzeinsätzen auf den Sojafeldern kehren sie zurück, um sich von den wenigen Blüten zu ernähren, die übrig geblieben sind. Es ist ein Spießrutenlauf zwischen den Naturgewalten und den Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft.
 

So. 23.11.25 17:15 - 18:00 Uhr

Erlebnis Erde: Unsere Wälder

Zurück in die Zukunft

Unsere Wälder verändern sich. Seit vielen Jahren setzen ihnen Stürme, Trockenheit, Brände und Borkenkäfer zu. Binnen kurzer Zeit wird so zerstört, was über Jahrhunderte gewachsen ist. Bedeutet das, das Ende für unsere Wälder und ihre Bewohner?

'Unordnung' im Wald, durch Windbruch, herumliegendes Totholz oder Brände irritiert uns. Genau darin aber liegt eine Chance für die Natur. Es ist verblüffend und scheint wie ein Widerspruch: Nach einem Waldbrand oder einem Massenbefall durch Borkenkäfer erholen sich selbst stark geschädigte Wälder. Denn 'Katastrophen' sind Teil eines natürlichen Kreislaufs, der Platz für frisches Grün schafft.

In der letzten Folge seiner dreiteiligen Serie UNSERE WÄLDER berichtet Naturfilmer Jan Haft wie sich aus vermeintlicher Zerstörung und einem Blick in die Vergangenheit Konzepte für die Wälder der Zukunft entwickeln lassen. Allen voran, die Waldweide, eine uralte Form der Landnutzung. Der Film ist ein Plädoyer für die Rückkehr der großen Pflanzenfresser wie Wisent, wilde Pferde oder Rinder. Sie schaffen wichtige Voraussetzungen, damit unsere Wälder für die Zukunft gut gerüstet sind und sorgen dafür, dass Lichtungen entstehen und die Artenvielfalt sprunghaft ansteigt.

Auch in der letzten Folge des Dreiteilers ist der Wald erneut die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: wir sind hautnah dabei, wenn eine Rehmutter Zwillinge zur Welt bringt, werden Zeuge dramatischer Brände, beobachten Hornissen bei der Jagd und sind dabei, wenn sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung regeneriert und artenreicher als je zuvor emporwächst.
 

Mo. 24.11.25 15:25 - 16:00 Uhr

Die Bienenflüsterer

Frankreich: Der Bienenhirte

Die Cevennen sind ein Gebirgszug im Süden Frankreichs und seit Jahrtausenden ein Zufluchtsort der „Ur-Honigbiene“ Apis mellifera mellifera. In jedem Dorf dieser Region, an fast jedem Haus, sind Bienenstöcke aus ausgehöhlten Kastanienstämmen zu sehen, die den Völkern der Dunklen Europäischen Biene ein Zuhause bieten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Polen bis zu den Pyrenäen. Doch obwohl sie an die klimatischen Bedingungen in diesen Regionen perfekt angepasst ist, geht ihre Zahl kontinuierlich zurück. Deshalb hat sich der passionierte Imker Stéphane Libéri zum „Bienenhirten“ ernannt und wandert von Tal zu Tal, um dieses wertvolle Kulturgut der Cevennen zu retten.

Honig ist seit jeher ein Grundnahrungsmittel der Bergbewohner. Die Bienen werden in sogenannten Klotzbeuten gehalten, die ihren natürlichen Nestern in hohlen Baumstämmen nachempfunden sind. Die Klotzbeuten werden in Kastanienholz gefertigt und mit einer Schieferplatte beschwert. Leider wird diese wenig rentable Imkereimethode heute kaum noch angewandt.

Stéphane liebt die Cevennen und ist hier aufgewachsen, wie seine Eltern und Großeltern vor ihm. Er engagiert sich für das Überleben der Dunklen Europäischen Biene, auf der die besondere Imkertradition der Region begründet ist. Oberhalb des Dorfes Arrigas, in 800 Meter Höhe, steht Stéphanes Sammlung alter Bienenstöcke, die er aus der ganzen Region zusammengetragen hat. Denn statt neue Klotzbeuten zu bauen, restauriert und repariert er die alten Exemplare – ganz so, wie es seine Vorfahren taten.
 

Di. 25.11.25 03:15 - 03:45 Uhr

Die Bienenflüsterer

Mexiko: Die Biene der Maya

Der mexikanische Bundesstaat Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.

Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten. Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch weniger davon.

Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
 

Di. 25.11.25 15:40 - 16:10 Uhr

Die Bienenflüsterer

Kenia: Die Biene, die Yaaku und der Vogel

Am Fuße des Mount Kenya in Ostafrika erstrecken sich die Hochebenen des Laikipia-Plateaus. Die dünn besiedelte Region ist ein Paradies für große Säugetiere, doch ihre endlosen Weiten bieten auch Lebensraum für eine kleine Insektenart – die Apis mellifera monticola. Nicholas gehört zu den Yaaku, einer ethnischen Volksgruppe, der rund 2.000 Menschen angehören. Für ihn sind diese Bienen weit mehr als nur Honiglieferanten. Nachdem die Gemeinschaft der Yaaku in den 30er Jahren von den Massai-Kriegern angegliedert wurde, übernahmen sie deren Bräuche, Lebensweisen und Sprache.

Die Massai lieben Honig, aber vor Bienen haben sie großen Respekt. Die Yaaku hingegen blicken auf eine lange Tradition der Bienenhaltung zurück und arbeiten bis heute mit den Methoden ihrer Vorfahren: ausgehöhlte Stücke von Baumstämmen werden als Bienenstöcke aufgehängt. Nur so sind sie sicher vor dem Honigdachs, einem Verwandten der Marder, der – wie der Name schon sagt – auf Honig aus ist. Auch Elefanten machen den Bienen das Leben schwer: Bei der Nahrungssuche nach Zweigen und Blättern kommt es immer wieder vor, dass die Dickhäuter die Bienenstöcke von den Bäumen herunterreißen.

Gelegentlich sammeln die Yaaku auch den Honig der wilden Bienen aus der Region. Dabei hilft ihnen ein schwarzer Vogel, der Große Honiganzeiger. Er gehört zu den wenigen Vogelarten, die Wachs fressen und verdauen können. Aber alleine kommt er an das Wachs nicht heran – dazu braucht er die Unterstützung der Yaaku, die er im Gegenzug zu den Nestern führt. Die Honigernte bestimmt auch den Festkalender der Yaaku. Zu allen besonderen Anlässen und vor allem auf Hochzeiten wird Met serviert. Für Nicholas’ zweite Frau waren die Bienenstöcke ein entscheidender Grund zur Heirat. Den Brautpreis hat er den künftigen Schwiegereltern in Honig bezahlt. Bis heute gilt ihm Honig als Symbol für Reichtum, Frieden und häusliches Glück.
 

Fr. 28.11.25 17:20 - 17:50 Uhr

Die Bienenflüsterer

Kamerun: Der süße Schatz der Baka

Seit ewigen Zeiten bilden die tropischen Wälder Afrikas die Lebensgrundlage des Stamms der Baka, die halbnomadisch als Jäger und Sammler leben. Bis heute sind sie Teil eines Ökosystems, das sie mit allem Notwendigen versorgt. Zu den wichtigsten Nahrungsmitteln im tropischen Regenwald im Zentrum Kameruns zählt der Honig, mit dem die Baka ihren Zuckerbedarf decken. Für die Baka ist Honig essenziell, nicht nur als Nahrungsmittel, sondern schon immer auch als Medizin. Das Volk verlässt sich bis heute auf Naturheilmittel. Guy gehört zu den wenigen, die eine der ältesten Praktiken der Baka beherrschen: Er ist Honigjäger. Guy ist bei seinem Vater in die Lehre gegangen und hat dessen Wissen so verinnerlicht, dass er es meisterhaft versteht, den wilden Bienenvölkern, die getarnt in Erdkuhlen und Baumwipfeln nisten, ihren süßen Vorrat abzujagen. Guy riskiert Kopf und Kragen, um an den Honig zu gelangen. Lange lebten die Baka im Schutz der Wälder, völlig isoliert von der Außenwelt. In der Natur fanden sie nicht nur, was sie zum täglichen Leben brauchten, sondern auch ihre spirituelle Heimat. Durch Abholzung und Brandrodung im großen Stil werden die Pygmäen jedoch zunehmend aus ihrem angestammten Territorium verdrängt. Diese Veränderungen zwingen die Baka dazu, sesshaft zu werden. Heute leben sie entlang der neu angelegten Pisten, verzweifelt darum bemüht, ihre Lebensweise und ihre Kultur zu bewahren. Guy liebt den Wald, und Bienen zu züchten empfindet er als wider die Natur. Schon seine Vorfahren waren angesehene Honigjäger, und er setzt diese Tradition fort in der Hoffnung, dass die Wälder eines Tages wieder den Baka gehören werden.
 

Sa. 29.11.25 07:15 - 08:15 Uhr

Planet Weltweit

Slowenien, Land des Honigs

Imker wie der Erik Luznar bauen auf Sloweniens gutem Ruf als Honignation auf. Er will jedoch die traditionellen Pfade des Hobbyimkerns verlassen und mit Bienen und Honig auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Doch ausgerechnet dieses Jahr beginnt kalt und regnerisch. Eine Katastrophe für den Jungimker. GEO Reportage hat ihn besucht.
 

Sa. 29.11.25 16:55 - 17:25 Uhr

Die Bienenflüsterer

Deutschland: Rosenfeld, ein Paradies für Bienen

Norbert Poeplau ist nicht nur begeisterter Imker, sondern auch Apidologe – das heißt, er erforscht neue Methoden der Honiggewinnung, der Bienenhaltung und -zucht. Seine Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle liegt in Rosenfeld, einem Naturschutzgebiet am Rande des Schwarzwalds. Hier beobachtet, züchtet und erforscht er die faszinierenden Insekten.

Am wichtigsten sind ihm dabei das Wohlergehen und der natürliche Lebenszyklus der Bienenvölker – wie viel Honig er selbst erntet, ist dabei zweitrangig. Norbert engagiert sich für eine wesensgerechte und ökologische Bienenhaltung. Zu diesem Zweck hat er die sogenannte Einraumbeute entwickelt. Ein revolutionärer Schritt: Sie bietet einen großen Raum, in dem sich die Bienen horizontal ausbreiten können. In herkömmlichen Magazinbeuten verläuft der Wabenbau vertikal und ein Absperrgitter trennt den unten liegenden Brutraum vom darüber liegenden Honigraum, damit der Honig leichter entnommen werden kann. Die Einraumbeute lässt den Bienen mehr Freiheit beim Wabenbau, da Brut- und Honigraum ineinander übergehen.

Auch an anderer Stelle betreibt der Imker Pionierarbeit: Er versucht, eine Linie der Europäischen Honigbiene (Apis mellifera) zu züchten, die möglichst nie mit umweltschädlichen Substanzen in Berührung gekommen ist. Für dieses Projekt hat er mitten in einer Naturschutzzone Bienenstöcke in sogenannten Klotzbeuten eingerichtet – ausgehöhlten Baumstämmen, wie sie seit Jahrhunderten in Sibirien verwendet werden. Das Holz bietet eine natürliche Isolierung, der austretende Baumsaft dient den Bienen als zusätzliche Nahrungsquelle.

Nach dem Winter ist klar: Die Tiere haben überlebt – gesund, stark, aktiv. Ein wegweisender Versuch, der Hoffnung macht im Kampf gegen das weltweite Bienensterben.
 

Sa. 29.11.25 19:40 - 20:15 Uhr

360º Reportage

Peru: Stachellose Bienen, Retter des Regenwaldes

In Peru halten immer mehr indigene Amazonas-Anwohner die tropischen Verwandten der Honigbiene. Die stachellosen Insekten liefern nicht nur einen besonders edlen, hochpreisigen Honig – sie sind zudem auch von zentraler Bedeutung für die Bestäubung vieler heimischer Pflanzenarten und eröffnen so Wege der nachhaltigen Waldnutzung. Können die Wildbienen sogar etwas zur Rettung des Regenwaldes beitragen?

César Delgado ist der führende Experte für stachellose Bienen in Peru. Er lebt in Iquitos und arbeitet dort für das staatliche Forschungsinstitut des peruanischen Amazonas (IIAP). Gemeinsam mit der Biochemikerin Rosa Vasquez Espinoza engagiert er sich in mehreren Projekten für die Verbreitung der Imkerei mit stachellosen Bienen. So wollen sie den indigenen Gemeinschaften Perus Wege für eine nachhaltige und zugleich lukrative Nutzung des Regenwaldes eröffnen – und die Bestände an heimischen Wildbienen vermehren.

Der Film begleitet die beiden Wissenschaftler auf einer Mission in das Territorium der Asháninka, der größten indigenen Volksgruppe im peruanischen Amazonasgebiet. Die Asháninka kennen und nutzen den Honig stachelloser Bienen als traditionelles Heilmittel – gewinnen ihn jedoch meist durch Einsammeln in der Wildnis oder durch die Imkerei in hohlen Baumstämmen. Die effizientere Imkerei in Bienenkästen – so Césars Gedanke – könnte ihnen helfen, mit dem Honig ein Einkommen zu erzielen.

Auf ihren Expeditionen suchen die Forscher stets auch nach seltenen Bienenarten. Sie haben gehört, dass es im Gebiet der Asháninka Insekten geben soll, die giftigen Honig herstellen. Werden sie diesen sagenumwobenen Bienen auf die Spur kommen – und vielleicht sogar neue, wissenschaftlich noch nicht beschriebene Arten entdecken?
 

So. 30.11.25 19:30 - 20:15 Uhr

Die Honigfrauen von Yucatán - Las damas de la miel

Dokumentation

Seit Jahrtausenden galt die Melipona-Biene den Maya als heilig. Heute ist sie bedroht – von Hitze, Umweltzerstörung und dem Vergessen. Im Dorf Tankuché setzen Frauen dem etwas entgegen: Sie halten die Maya-Sprache lebendig und hüten das Wissen über die stachellosen Bienen. Im Mittelpunkt steht Evelyn, eine alleinerziehende Mutter, die das Leben der Melipona-Bienen zu ihrer Berufung gemacht hat. Gemeinsam mit ihren Cousinen und Nachbarinnen gründete sie die erste Imkerinnen-Kooperative der Region – ein mutiger Schritt in einer patriarchalen Gesellschaft.

Zwischen Bienenstand und Honigvermarktung erzählt die Dokumentation von Frauen, die für das Überleben einer bedrohten Bienenart kämpfen – und damit auch für die Balance zwischen Mensch, Natur und Tradition in der vom Klimawandel bestimmten Zukunft. „Die Honigfrauen von Yucatán – Las damas de la miel“ erzählt in ruhigen, mit Hingabe gestalteten Bildern eine Geschichte über weibliche Selbstermächtigung, den Wert von Gemeinschaft und das fragile Zusammenspiel von Umwelt und kultureller Identität.
 

 

 

Dezember 2025

 

Mo. 01.12.25 20:15 - 21:00 Uhr

Erlebnis Erde - Tiere im Rausch

Dokumentation

Rauschalarm im Tierreich! Tiere nutzen Substanzen, die wir als Drogen bezeichnen. Warum? Schimpansen werden dabei beobachtet, wie sie sich den Bauch mit vergorenen Sternäpfeln vollschlagen. Stehen unsere nächsten Verwandten auf Alkohol und wissen sie um Wirkung und Folgen? Das untersucht der Biologe Aleksey Maro in Uganda. In den Früchten und im Schimpansen-Urin testet er den Alkoholgehalt: so viel wie ein Bierchen oder zwei Glas Wein?

Der aufwendig gedrehte Naturfilm entdeckt nicht nur das Geheimnis vom "Rausch im Regenwald", sondern erkundet eine kleine "High Society" in der Natur: Delfine, die mit der Gefahr eines narkotisierenden Nervengifts spielen, welches Kugelfische in sich tragen. Lemuren, die sich an einem giftigen Tausendfüßler berauschen, um ihre Gesundheit zu schützen, und dabei ihr Leben riskieren. Käfer, die als "Drogendealer" ein ganzes Ameisenvolk mit einer rätselhaften Substanz abhängig und gefügig machen. Und Katzen, die sich durch die betörende Wirkung der Minze Nepeta Cataria einem entspannten Viertelstündchen-Trip hingeben.

Es sind uns gut vertraute oder gänzlich fremde Zustände, ausgelöst durch toxische Substanzen der Natur. In berauschenden Bildern wird ganz nüchtern beobachtet, wie er sich zeigt, der Rausch im Tier.
 

Mi. 03.12.25 15:40 - 16:10 Uhr

Die Bienenflüsterer

Türkei: Der Bär, der Honig und der Unbeugsame

Zwischen dem Schwarzen Meer und den Hochebenen Erzurums erstrecken sich die Täler der Provinz Rize – der Lebensraum der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica), die sich durch ihren besonders langen Rüssel auszeichnet. Damit erreicht sie den Nektar auch, wenn die Blüten sehr tiefe Kelche haben. Bei der Jagd auf ihr flüssiges Gold treffen zwei Rivalen aufeinander: der Mensch und der Europäische Braunbär, von dem hier etwa 4.000 Exemplare gibt. Um ihm zuvorzukommen, greifen die Einheimischen auf ungewöhnliche Methoden zurück: vom Bärenschreck über Überwachungskameras bis zu Bienenstöcken in schwindelerregender Höhe.

Der Honig der Bienen ist für seine einzigartige Aromatik bekannt, deshalb schwören viele Imker in der Region noch heute auf die traditionellen Bienenstöcke, sogenannte Karakovans. Die Fünf-Sterne-Hotels für die fleißigen Arbeiterinnen bestehen aus Lindenholz, da der blumige Geruch den Bienen besonders zusagt. Unter den Imkern befindet sich auch der 68-jährige Mustafa: In 20 Metern Höhe bringt er seinen neuen Bienenstock an, der die Bienen verwöhnen und die Bären verzweifeln lassen soll. Trotz des großen Aufwands fällt der Honigertrag gering aus – entsprechend teuer ist Karakovan-Honig: 120 Euro pro Kilogramm. Diesen Luxus lassen sich aber auch die Tiere nicht einfach so entgehen – und so wird auch in Zukunft der Wettkampf um den Honig Mensch und Bär auf Trab halten.
 

Do. 04.12.25 20:15 - 20:55 Uhr

Krasse Krabbeltiere

Die Giganten

„Krasse Krabbeltiere – Die Giganten“ zeigt die größten Insekten und Spinnentiere unseres Planeten – und ihren täglichen Überlebenskampf in den extremen Winkeln der Wildnis. Groß zu sein ist Stärke und Risiko zugleich: Es macht angreifbar, verlangt Höchstleistungen von Körper und Instinkt. Warum also hat die Evolution solch riesige Kreaturen hervorgebracht? Die Antwort liegt in den gnadenlosen Regeln des Überlebens.

Die Reise führt von der sengenden Hitze der Sonora-Wüste über die feuchten Regenwälder des Amazonas bis zu den Dschungeln Australiens. Hier begegnen wir Hundertfüßern, deren Gift Beute überwältigt, die fünfzehnmal größer ist als sie selbst. Käfern, die wie Schauspieler den Tod vortäuschen. Spinnen, die Netze präziser schleudern als ein Scharfschütze. Ihre Waffen: chemische Keulen, übermenschliche Stärke, Tarnung – und eine Intelligenz, die manchen Wirbeltieren in nichts nachsteht.

Ob Heuschreckenschwärme, die zur Naturkatastrophe werden, Gottesanbeterinnen, bei denen die Paarung (zumindest für die Männchen) tödlich endet, oder Ameisen, die unterirdische Superstaaten errichten: Diese Dokumentation erzählt die unbekannte Geschichte einer Elite des Tierreichs. Extreme Verhaltensweisen, brutale Kämpfe, atemberaubende Verwandlungen – hier gilt: Das Kleine ist oft das Mächtigste.
 

Do. 04.12.25 20:55 - 21:40 Uhr

Krasse Krabbeltiere

Die Gefährlichen

„Krasse Krabbeltiere – Die Gefährlichen“ porträtiert die finstersten Strategen der Evolution: Insekten und Spinnentiere, die mit roher Gewalt oder bizarren Tricks ihre Nischen erobern. Was macht sie so „gefährlich“? Die Antwort: Überleben. Wer in der Natur bestehen will, braucht Waffen – und setzt sie gnadenlos ein. Diese Episode führt in die wildesten Kampfzonen des Planeten: Vom säuresprühenden Peitschenkrebs in Texas bis zu leuchtenden Wurm-Assassinen in Neuseelands Höhlen porträtiert die Serie die härtesten Insekten und Spinnentiere der Welt.

Nordamerikas Sümpfe verwandeln sich durch Wasser-Skorpione und Riesenwanzen in Kriegsgebiete und an Australiens Küsten killt die „Bob-Marley-Spinne“ dank luftgefüllter Tauchglocken auch unter Wasser. Im Dschungel Borneos zünden Bombardierkäfer chemische Bomben gegen Ameisenschwärme. Blattinsekten tricksen Ameisen in den Dienst als Kindermädchen. Krabbenspinnen schnappen Beute aus dem Hinterhalt, Ameisenlöwen machen Sand zur tödlichen Falle und Pfauenspinnen müssen um ihr Leben tanzen. Eine Welt aus Täuschung, Gift und tödlicher Präzision. Hier gilt nur ein Gesetz – gefährlich sein heißt überleben.
 

Sa. 06.12.25 18:35 - 19:20 Uhr

Die Honigfrauen von Yucatán - Las damas de la miel

Dokumentation

Seit Jahrtausenden galt die Melipona-Biene den Maya als heilig. Heute ist sie bedroht – von Hitze, Umweltzerstörung und dem Vergessen. Im Dorf Tankuché setzen Frauen dem etwas entgegen: Sie halten die Maya-Sprache lebendig und hüten das Wissen über die stachellosen Bienen. Im Mittelpunkt steht Evelyn, eine alleinerziehende Mutter, die das Leben der Melipona-Bienen zu ihrer Berufung gemacht hat. Gemeinsam mit ihren Cousinen und Nachbarinnen gründete sie die erste Imkerinnen-Kooperative der Region – ein mutiger Schritt in einer patriarchalen Gesellschaft.

Zwischen Bienenstand und Honigvermarktung erzählt die Dokumentation von Frauen, die für das Überleben einer bedrohten Bienenart kämpfen – und damit auch für die Balance zwischen Mensch, Natur und Tradition in der vom Klimawandel bestimmten Zukunft. „Die Honigfrauen von Yucatán – Las damas de la miel“ erzählt in ruhigen, mit Hingabe gestalteten Bildern eine Geschichte über weibliche Selbstermächtigung, den Wert von Gemeinschaft und das fragile Zusammenspiel von Umwelt und kultureller Identität.
 

So. 07.12.25 04:25 - 05:30 Uhr

Die Bienenflüsterer

Nepal: Die Riesenbiene der Gurung

Im Herzen Nepals erhebt sich das Annapurna-Massiv. In den Tälern zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe herrscht ein einzigartiges Klima – mit eisigen Wintern und drückend heißen Sommern. Hier lebt ein besonderer Bewohner: die Riesenbiene Apis laboriosa. Diese tiefschwarzen, robusten Insekten können bis zu drei Zentimeter lang werden. Jahr für Jahr bauen sie an steilen Felswänden ein einziges, großes Nest – bis zu einen Meter lang und 80 Zentimeter im Durchmesser.

Der bekannteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes Frühjahr auf die gefährliche Suche nach dem „süßen Gold“. Für die Menschen ist der Honig weit mehr als eine Delikatesse – er gilt als Heil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, wählt er seine Gefährten aus. Gemeinsam fertigen sie aus Bambus das nötige Arbeitsmaterial: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange Strickleiter. Jeder Handgriff muss sitzen, denn bei der Honigjagd hängt Lal Bahadurs Leben buchstäblich am seidenen Faden.

Am Tag der Jagd erreichen sie nach vier Stunden Fußmarsch eine kahle Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinab, während seine Gefährten sie mit bloßen Händen sichern. Mit geübtem Blick bohrt er zwei Löcher in die Nestwand und zieht eine kleine Schlinge hindurch. Die Kunst besteht darin, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst.
 

So. 07.12.25 07:30 - 07:55 Uhr

Wissen macht Ah!

Fünf nach Tier

Treten Sie näher, treten Sie näher! Und ziehen Sie ein Los! Zu gewinnen gibt es diesmal jede Menge Tiere. Und das ist nichts für schwache Nerven, denn Clarissa und Ralph nehmen auch tierische Hinterlassenschaften genauestens unter die Lupe. Gewölle zum Beispiel. Greifvögel würgen sowas hoch, nachdem sie gefressen haben. Und wie man sich für diese Untersuchung eine Lupe selber bastelt, erklären die beiden Hobby-Forscher gleich mit. Außerdem beantworten sie die fünf tierischen Fragen der Sendung.

Was ist eine Blindschleiche?

Blindschleichen sehen aus wie Schlangen, aber tatsächlich sind sie keine! Gefährlich sind sie auch nicht. Sie gehören zur Familie der Eidechsen. Eidechsen? Aber die sehen doch ganz anders aus! Was es mit der Familienzugehörigkeit auf sich hat und ob Blindschleichen wirklich blind sind, hat sich Ralph genauer angesehen.

Warum ist Vogelkacke immer weiß?

Warum sind Bienenwaben immer sechseckig?

Warum heißt es Flohmarkt?

Mit wie vielen Beinen ist eine Spinne immer gleichzeitig beim Laufen auf dem Boden?
 

       
       
       
       
       

 

 

 

 


Filme zum Thema - Wespe, Hornisse & Co. - siehe Link & Co. -> Filme


 

 


 

 

Mitschnitte zu Fernsehsendungen, in denen ich als Wespenberater und Umsiedler mitwirken durfte:

 

HR - Die Ratgeber

 

Wie man sich vor Wespen schützen kann - Umsiedlung eines Hornissennestes 

  

Es ist Wespen-Hochsaison. Die gelb-schwarzen Plagegeister sorgen für unbehagen. Welche Tricks gibt es um sie zu vertreiben?
Wenn nichts mehr hilft kann ein Hornissennest auch umziehen ...

 

Moderation: Daniel Johé

 

 

 

RTL - Stern-TV

 

Schutz vor Insekten-Attacken - Das sollten Sie über Wespen wissen

 

  

Wespen sind keine gefährlichen Tiere, vor einem Stich fürchten sich die meisten Menschen - nicht nur Allergiker.
Viele geraten durch die aufdringlichen Insekten nahezu in Panik. Dabei lassen sich Angriffe durch Wespen durchaus vermeiden. Hier sind die Tipps vom Wespenexperten.
 

Moderation: Steffen Hallaschka 

 

 

Hessenfernsehen - hallo hessen

 

Wespenplage im Spätsommer - Jetzt werden die Wespen richtig aggressiv

 

  

hallo hessen ist eine 2-stündige Live-Fernsehsendung im hr-fernsehen, die täglich, außer am Wochenende, ausgestrahlt wird.
Die Gäste sind eine bunte Mischung aus Prominenten, Künstlern und "normalen" Menschen, die einen Bezug zu Hessen haben und etwas Besonderes tun.

 

Moderation: Jule Gölsdorf

 

Beitrag anschauen   (vom 10.09.13)

 

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Hessenfernsehen - Maintower News

 

Hornissenalarm

 

Vorsicht Jogger und Spaziergänger, im Rodgauer Wald gibt es derzeit ein Hornissennest.

Weil es sich zu nahe herangewagt hatte, wurde ein Ehepaar gestochen. Der Rodgauer Wespenexperte Peter Tauchert hat den Baum, indem das Volk nistet, nun abgesperrt. Bis Mitte Oktober werden die Hornissen ihr Nest verlassen.

  

Beitrag anschauen   (vom 12.08.11)

 

ZDF.Umwelt
 
Keine Angst vor Wespen
 

Dass man Wespen am liebsten aus dem Weg geht ist klar, aber dass sie einen schlechten Ruf haben, ist unfair. In Deutschland gibt es einige Hundert Wespenarten. Nur acht davon leben in Schwärmen und bauen Nester. Und nur zwei von ihnen, nämlich die Gemeine und die Deutsche Wespe, sind Schuld am schlechten Image.

  

 

Sat.1 - 17.30 Live
 
Hornissenumsiedelung
 

Die milden Temperaturen bescheren uns zwar einen angenehmen Sommer, aber leider auch viele Wespen und Hornissen, denn die lieben das milde Klima. Darum liegt  das Wespenaufkommen in diesem Jahr um 30 Prozent höher als zuvor. Besonders schlimm für Allergiker!  17:30 hat eine Betroffene und den Insektenberater Peter Tauchert bei seinem Einsatz in Rodgau-Weiskirchen begleitet.
 

 

Hessenfernsehen - Maintower News

 

Wespensaison

 

Die Wespensaison hat begonnen.
Peter Tauchert hatte heute alle Hände voll zu tun. Per Wespenexperte musste in Rodgau über 200 Wespen wegsaugen. Das Nest wurde für die Einwohner gefährlich, da es sich direkt über der Eingangstür befand und die Wespen ihr Revier verteidigten. Die Zeit der Großeinsätze kommt für Peter Tauchert allerdings noch. Im September werden die Wespen besonders aggressiv.

 

Beitrag anschauen   (vom 13.07.07)

 

Hessenfernsehen - Maintower News.

 

Wespenumsiedelung vom Fachmann

 

Wespen lassen sich gerne einmal da nieder, wo es gar keiner braucht.

In der Toilette von G. und K. Höfler in Offenbach zum Beispiel. Und nun... da lassen, weg räumen... bloß nicht. Hände weg und Profis rufen...

 

Beitrag anschauen   (vom 27.06.06)  

 

Hessenfernsehen - Service Natur

 

Sommer, Sonne, Wespenstich - Wespen- und Hornissenhotline

 

Rat und Tat bei Problemen mit Wespen und Hornissen
In solch einem Fall kann man die Wespen- und Hornissenhotline des Kreises Offenbach anrufen. Dort bieten die Mitarbeiter zunächst telefonisch, bei Bedarf aber auch vor Ort ihre Hilfe an. Anhand der Form, Farbe und Anbringung des Nestes können sie die Wespenart bestimmen. Ein wichtiges Kriterium für das weitere Vorgehen, denn lediglich zwei der elf mitteleuropäischen Wespenarten können dem Menschen lästig werden.

 

Beitrag anschauen   (vom 28.06.03)  Dateidownload 19,2 MB

Beschreibung

 


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