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Fernsehbeiträge
zum Thema Hautflügler
(Wespen, Hornissen, Hummeln,
Bienen und Ameisen)
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Letzte Aktualisierung der Fernsehbeiträge am 09.
November 2025 |
November 2025
| Sa. 01.11.25 |
03:00 - 03:30 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Frankreich: Der Bienenhirte
Die Cevennen sind ein
Gebirgszug im Süden Frankreichs und seit Jahrtausenden ein Zufluchtsort
der „Ur-Honigbiene“ Apis mellifera mellifera. In jedem Dorf dieser
Region, an fast jedem Haus, sind Bienenstöcke aus ausgehöhlten
Kastanienstämmen zu sehen, die den Völkern der Dunklen Europäischen
Biene ein Zuhause bieten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Polen bis zu
den Pyrenäen. Doch obwohl sie an die klimatischen Bedingungen in diesen
Regionen perfekt angepasst ist, geht ihre Zahl kontinuierlich zurück.
Deshalb hat sich der passionierte Imker Stéphane Libéri zum
„Bienenhirten“ ernannt und wandert von Tal zu Tal, um dieses wertvolle
Kulturgut der Cevennen zu retten.
Honig ist seit jeher ein Grundnahrungsmittel der Bergbewohner. Die
Bienen werden in sogenannten Klotzbeuten gehalten, die ihren natürlichen
Nestern in hohlen Baumstämmen nachempfunden sind. Die Klotzbeuten werden
in Kastanienholz gefertigt und mit einer Schieferplatte beschwert.
Leider wird diese wenig rentable Imkereimethode heute kaum noch
angewandt.
Stéphane liebt die Cevennen und ist hier aufgewachsen, wie seine Eltern
und Großeltern vor ihm. Er engagiert sich für das Überleben der Dunklen
Europäischen Biene, auf der die besondere Imkertradition der Region
begründet ist. Oberhalb des Dorfes Arrigas, in 800 Meter Höhe, steht
Stéphanes Sammlung alter Bienenstöcke, die er aus der ganzen Region
zusammengetragen hat. Denn statt neue Klotzbeuten zu bauen, restauriert
und repariert er die alten Exemplare – ganz so, wie es seine Vorfahren
taten.
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| So. 02.11.25 |
17:15 - 18:00 Uhr |
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Erlebnis
Erde: Der Sturm - Tiere bei Blitz und Donner
Dokumentation
Was machen die Wildtiere
eigentlich, wenn ein schweres Sommergewitter hereinbricht, mit
Sturmböen, Blitzen, Hagel und sintflutartigen Regenfällen? Wetterextreme
wie diese kommen wegen des Klimawandels auch in Mitteleuropa immer öfter
vor. Das stellt nicht nur uns Menschen, sondern auch Pflanzen und Tiere
vor ganz schöne Herausforderungen. Der Film zeigt, wie ein Sturm
verläuft und begleitet Insekten, Störche, Waschbären und Maulwürfe bei
ihrem Überlebenskampf. Der Film zeigt, wie Tiere und Pflanzen auf die
ersten Anzeichen von Unwetter reagieren, mit welch überraschenden
Strategien sie das Unwetter meistern und wer von der vermeintlichen
Naturkatastrophe sogar profitieren kann. Dazu gibt es atemberaubende
Aufnahmen.
Der Film startet an einem richtig heißen Sommertag, mitten in Europa.
Nach einer langen Dürreperiode sind Seen und sogar Flüsse fast bis zum
Grund ausgetrocknet. Während die
Honigbienen
umherschwirren, um die letzten Wassertropfen in der staubigen Landschaft
zu finden, verbrennt eine Nacktschnecke auf dem kochend heißen Asphalt.
Gegen die Hitze hilft nur eins: Wasser. Der Himmel zeigt sich mit einem
ersten Anflug von Erlösung in Form von Wolken. Zunächst sind es
Schäfchenwolken, die sich schnell wieder auflösen, aber sie kündigen
einen Wetterwechsel an. Die darauffolgende Quellbewölkung lässt darauf
schließen, dass es wohl mehr als nur etwas Regen geben wird.
Wenn der Donner grollt und sich Blitze mit 100.000 Ampere entladen, sind
Wildtiere im Wald, auf Wiesen und Feldern einer Naturkatastrophe
ausgesetzt. Während sich Waschbären in Baumhöhlen in Sicherheit bringen
können, haben viele andere Arten keine geeigneten Strategien, um sich
gegen Regen, Wind oder Blitzeinschläge zu wappnen. Umso überraschender
ist, dass es auch Lebewesen gibt, von denen man es kaum erwartet hätte:
Manche Pflanzen schließen schon vor dem Regen ihre Blüten. Andere
Pflanzen nutzen den aufkommenden Wind, um ihre Pollen massenhaft zu
verteilen. Singdrosseln spannen mit ihren Flügeln einen Schirm auf,
damit ihre Jungen nicht nass werden und erfrieren. Doch auch Tiere, die
nicht vorbereitet sind, sind vor Gewittern nicht gefeit. Der Film
begleitet einen erst wenige Wochen alten Waschbär, der seine Familie
verloren hat und sich ohne jede Erfahrung allein durchschlagen muss.
Im Laufe des Sturms wird deutlich, dass sich verschiedene Lebensräume
neu ordnen: Für die Wildschweine sind Regen und Überflutungen ein echtes
Geschenk. Sobald es anfängt zu regnen, kommen Regenwürmer und Larven an
die Oberfläche, weil sie sonst unter der Erde ertrinken würden. Oben
wartet ein ganzer Trupp von Nutznießern auf sie: Schweine, Störche,
Erdkröten und Waschbären. So zeigt sich am Ende, dass ein Gewitter einen
natürlichen Kreislauf in Schwung bringt, der in regelmäßigen Abständen
alles und jeden auf die Probe stellt. Das ist aber nur der Fall, solange
solche Wetterextreme nicht zur Regel werden.
In diesem Film werden die Zuschauer buchstäblich mitten in einen Sturm
geführt. Und er zeigt, welche Warnzeichen in der Natur und am Himmel
auftauchen, bevor es richtig dramatisch wird. Diese Dokumentation ist
ein Mix aus Tierfilm und Katastrophenthriller. Er zeigt Verhalten von
Tieren, das man so noch nie gesehen hat.
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| Di.
04.11.25 |
02:35 -
03:05 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Deutschland: Rosenfeld, ein Paradies für Bienen
Norbert Poeplau ist nicht
nur begeisterter Imker, sondern auch Apidologe – das heißt, er erforscht
neue Methoden der Honiggewinnung, der Bienenhaltung und -zucht. Seine
Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle liegt in Rosenfeld, einem
Naturschutzgebiet am Rande des Schwarzwalds. Hier beobachtet, züchtet
und erforscht er die faszinierenden Insekten.
Am wichtigsten sind ihm dabei das Wohlergehen und der natürliche
Lebenszyklus der Bienenvölker – wie viel Honig er selbst erntet, ist
dabei zweitrangig. Norbert engagiert sich für eine wesensgerechte und
ökologische Bienenhaltung. Zu diesem Zweck hat er die sogenannte
Einraumbeute entwickelt. Ein revolutionärer Schritt: Sie bietet einen
großen Raum, in dem sich die Bienen horizontal ausbreiten können. In
herkömmlichen Magazinbeuten verläuft der Wabenbau vertikal und ein
Absperrgitter trennt den unten liegenden Brutraum vom darüber liegenden
Honigraum, damit der Honig leichter entnommen werden kann. Die
Einraumbeute lässt den Bienen mehr Freiheit beim Wabenbau, da Brut- und
Honigraum ineinander übergehen.
Auch an anderer Stelle betreibt der Imker Pionierarbeit: Er versucht,
eine Linie der Europäischen Honigbiene (Apis mellifera) zu züchten, die
möglichst nie mit umweltschädlichen Substanzen in Berührung gekommen
ist. Für dieses Projekt hat er mitten in einer Naturschutzzone
Bienenstöcke in sogenannten Klotzbeuten eingerichtet – ausgehöhlten
Baumstämmen, wie sie seit Jahrhunderten in Sibirien verwendet werden.
Das Holz bietet eine natürliche Isolierung, der austretende Baumsaft
dient den Bienen als zusätzliche Nahrungsquelle.
Nach dem Winter ist klar: Die Tiere haben überlebt – gesund, stark,
aktiv. Ein wegweisender Versuch, der Hoffnung macht im Kampf gegen das
weltweite Bienensterben.
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| Di.
04.11.25 |
03:05 -
03:23 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Nepal: Die Riesenbiene der Gurung
Im Herzen Nepals erhebt sich
das Annapurna-Massiv. In den Tälern zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe
herrscht ein einzigartiges Klima – mit eisigen Wintern und drückend
heißen Sommern. Hier lebt ein besonderer Bewohner: die Riesenbiene Apis
laboriosa. Diese tiefschwarzen, robusten Insekten können bis zu drei
Zentimeter lang werden. Jahr für Jahr bauen sie an steilen Felswänden
ein einziges, großes Nest – bis zu einen Meter lang und 80 Zentimeter im
Durchmesser.
Der bekannteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes
Frühjahr auf die gefährliche Suche nach dem „süßen Gold“. Für die
Menschen ist der Honig weit mehr als eine Delikatesse – er gilt als
Heil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, wählt er seine
Gefährten aus. Gemeinsam fertigen sie aus Bambus das nötige
Arbeitsmaterial: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange
Strickleiter. Jeder Handgriff muss sitzen, denn bei der Honigjagd hängt
Lal Bahadurs Leben buchstäblich am seidenen Faden.
Am Tag der Jagd erreichen sie nach vier Stunden Fußmarsch eine kahle
Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne
Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinab, während seine
Gefährten sie mit bloßen Händen sichern. Mit geübtem Blick bohrt er zwei
Löcher in die Nestwand und zieht eine kleine Schlinge hindurch. Die
Kunst besteht darin, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen
löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst.
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| Do. 06.11.25 |
03:20 - 03:50 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Mexiko: Die Biene der Maya
Der mexikanische Bundesstaat
Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das
drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der
amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie
mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona
beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam
auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat
die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im
Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit
geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die
stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz
seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus
ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.
Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in
einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und
zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die
Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten.
Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch
weniger davon.
Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre
Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und
Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit
seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene
Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den
Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die
Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
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| Fr. 07.11.25
+
Sa. 08.11.25
+
Sa. 08.11.25 |
21:45 - 22:30 Uhr
+
08:45 - 09.30 Uhr
+
18:45 - 19:30 Uhr |
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Tierische
Superbauten
In bester Gesellschaft
Das Zusammenleben auf engem
Raum bringt Stress mit sich, aber auch viele Vorteile. Kolonien sind
Städte der Tierwelt. In dieser Folge geht es um deren Funktion. Eine
Kolonie von Papageitauchern auf den Hebriden ist Hauptschauplatz der
Beobachtungen. Nur in der Brutzeit leben diese Vögel an Land. Zu
Tausenden bauen sie eng beieinander ihre Bruthöhlen, in denen jedes Paar
ein einzelnes Ei legt geschützt vor Feinden und der Witterung.
Kolonien sind Städte der Tierwelt. In dieser Folge geht es um deren
Funktion für die tierischen Erbauer. Das Zusammenleben auf engem Raum
bringt Stress mit sich, aber auch viele Vorteile.
Eine Kolonie von Papageitauchern auf den Hebriden ist Hauptschauplatz
des Films. Nur in der Brutzeit leben diese Vögel an Land. Zu Tausenden
bauen sie nah beieinander ihre Bruthöhlen, in denen jedes Paar ein
einzelnes Ei legt - geschützt vor Feinden und Witterung.
Nicht nur den Papageitauchern und anderen Vogelarten bringt das Leben in
der Kolonie einen großen Vorteil durch die Sicherheit in der Menge: Auch
so unterschiedliche Tiere wie amerikanische Landschildkröten,
Glattechsen in der Australischen Wüste oder Augenfleck-Lippfische im
Mittelmeer profitieren von einer Gemeinschaft mit vielen Nachbarn.
Ein besonders interessantes Beispiel für tierische Kolonien liefern
Blattschneiderameisen. Chris
Morgan begleitet den Biologen Cameron Currie in den Regenwald von Costa
Rica, wo sie eine Ameisenstadt mit Millionen Bewohnern beobachten.
Ob Nest, Bau oder Höhle, ob am blanken Erdboden, in luftiger Höhe oder
tief im Untergrund - Tiere sind sehr geschickt und erfinderisch, wenn es
darum geht, sich eine Behausung einzurichten.
Chris Morgan präsentiert tierische Ingenieurskunst. Er erklärt die
faszinierenden Konstruktionen und lässt sich von Forschenden in aller
Welt neue Erkenntnisse zum Wohnungsbau der Tiere zeigen.
Die Reihe "Tierische Superbauten" zeigt ein breites Spektrum an Nestern,
Bauten und Höhlen aus vielen Regionen der Erde. Mal steht deren
Konstruktion im Mittelpunkt, dann die Auswahl des richtigen Bauplatzes,
und schließlich die Vor- und Nachteile des Lebens in einer Kolonie. Die
Realaufnahmen werden durch Grafiken ergänzt, die einen Einblick ins
Innere der tierischen Bauwerke ermöglichen.
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| So. 09.11.25 |
10:15 - 10:45 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Mexiko: Die Biene der Maya
Der mexikanische Bundesstaat
Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das
drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der
amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie
mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona
beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam
auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat
die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im
Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit
geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die
stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz
seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus
ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.
Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in
einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und
zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die
Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten.
Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch
weniger davon.
Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre
Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und
Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit
seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene
Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den
Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die
Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
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| Di. 11.11.25 |
02:50 - 03:15 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Italien: Siziliens Dunkle Biene
Im Tyrrhenischen Meer,
nördlich von Sizilien, liegt ein Vulkan-Archipel mit dem Namen
Liparische Inseln. Vor einigen Jahrzehnten wurde die Sizilianische
Dunkle Honigbiene oder Apis mellifera sicula von anderen Bienenarten
verdrängt, die aus Norditalien Einzug gehalten hatten. Bis der
sizilianische Imker Carlo Amodeo eine Kolonie in einem verlassenen
Bienenstock fand und rettete.
Carlo hat zwei Leidenschaften: das Meer und die Bienen. Seine Mission
ist der Schutz und die Vermehrung der Insekten – dafür fährt er von
Insel zu Insel. Nach wie vor ist diese Bienenart zahlreichen Gefahren
wie etwa Pestiziden ausgesetzt. Genetisch reine Sizilianische Dunkle
Honigbienen kommen mit den extremen Klimabedingungen gut zurecht. Sie
sind auch bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius noch produktiv,
und die starken Winde können ihnen nichts anhaben.
Die vor einer Million Jahren aus einem submarinen Vulkan entstandene
Insel Filicudi ist der wildeste und entlegenste Teil des Archipels. Die
Landschaft ist rau, karg und schroff. Imker Carlo besitzt hier ein
kleines Haus. Wie auf den Nachbarinseln hat er auch auf Filicudi rund
hundert Bienenstöcke aufgestellt. Mehrmals pro Woche schaut er nach, ob
es den Königinnen gut geht. Im Sommer besuchen zahlreiche Touristen die
Liparischen Inseln, kleine Paradiese zwischen Himmel und Meer. Dank der
unermüdlichen Arbeit, Pflege und Obhut von Imker und „Bienenflüsterer“
Carlo sind die einheimischen Sizilianischen Bienen hier nun wieder zu
Hause.
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| Di. 11.11.25 |
03:15 - 03:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Argentinien: Auf der Suche nach dem Paradies
Im Nordosten Argentiniens
bahnt sich der Río Paraná seinen Weg zum Meer und erweitert sich kurz
davor zu einem 15.000 Quadratkilometer großen Delta. Die Region ist ein
ökologisches Paradies. Aber wie lange noch? Ernstzunehmende Warnungen
kommen vor allem von den Imkern, die ihre Schützlinge tagtäglich
beobachten. Stets lieferten diese Bienen – eine Kreuzung aus deutschen
und italienischen Unterarten der Europäischen Honigbiene Apis mellifera
– einen im ganzen Land begehrten Honig. Doch inzwischen klagen Pedro und
Ezequiel über ein außergewöhnlich hohes Bienensterben und suchen
verzweifelt nach Gegenmaßnahmen.
Auf etwa der Hälfte der Ackerflächen Argentiniens wird Soja angebaut. Um
einen Weg aus der Finanzkrise von 2002 zu finden, setzte das Land massiv
auf die Monokultur genmodifizierter Sojabohnen. Die Pflanzen werden mit
Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt, sobald die ersten Keimblättchen
aus dem Boden ragen. Damit werden die Felder für Bienen zur Giftfalle.
Die Sojafelder werden immer größer und es gibt kaum noch andere
Blütenpflanzen. Die Bienen sind die Ersten, die dieser Entwicklung zum
Opfer fallen.
Den Imkern bleibt nichts anderes übrig, als ihre Bienenstöcke einmal im
Jahr an andere Standorte zu bringen. 210 Bienenstöcke mit insgesamt vier
Millionen Tieren werden dabei in neues Weidegebiet gebracht. Auf den
Inseln des Flussdeltas können sich Pedros und Ezequiels Insekten
erholen. Hier ist die Natur noch intakt. Erst nach den Spritzeinsätzen
auf den Sojafeldern kehren sie zurück, um sich von den wenigen Blüten zu
ernähren, die übrig geblieben sind. Es ist ein Spießrutenlauf zwischen
den Naturgewalten und den Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft.
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| Di. 11.11.25 |
17:20 - 17:50 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Türkei: Der Bär, der Honig und der Unbeugsame
Zwischen dem Schwarzen Meer
und den Hochebenen Erzurums erstrecken sich die Täler der Provinz Rize –
der Lebensraum der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica), die
sich durch ihren besonders langen Rüssel auszeichnet. Damit erreicht sie
den Nektar auch, wenn die Blüten sehr tiefe Kelche haben. Bei der Jagd
auf ihr flüssiges Gold treffen zwei Rivalen aufeinander: der Mensch und
der Europäische Braunbär, von dem hier etwa 4.000 Exemplare gibt. Um ihm
zuvorzukommen, greifen die Einheimischen auf ungewöhnliche Methoden
zurück: vom Bärenschreck über Überwachungskameras bis zu Bienenstöcken
in schwindelerregender Höhe.
Der Honig der Bienen ist für seine einzigartige Aromatik bekannt,
deshalb schwören viele Imker in der Region noch heute auf die
traditionellen Bienenstöcke, sogenannte Karakovans. Die
Fünf-Sterne-Hotels für die fleißigen Arbeiterinnen bestehen aus
Lindenholz, da der blumige Geruch den Bienen besonders zusagt. Unter den
Imkern befindet sich auch der 68-jährige Mustafa: In 20 Metern Höhe
bringt er seinen neuen Bienenstock an, der die Bienen verwöhnen und die
Bären verzweifeln lassen soll. Trotz des großen Aufwands fällt der
Honigertrag gering aus – entsprechend teuer ist Karakovan-Honig: 120
Euro pro Kilogramm. Diesen Luxus lassen sich aber auch die Tiere nicht
einfach so entgehen – und so wird auch in Zukunft der Wettkampf um den
Honig Mensch und Bär auf Trab halten.
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| Mi. 12.11.25 |
03:15 - 03:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Indonesien: Der heilige Honigbaum
In den Feuchtgebieten des Sentarum-Sees
auf der indonesischen Insel Borneo lebt die Riesenhonigbiene Apis
dorsata. In den Wäldern der Seenlandschaft baut sie ihre Nester in den
Wipfeln der großen Bäume, die hier als heilig gelten und Laulaus genannt
werden. Das indigene Volk der Dayak verehrt die Riesenbiene, ihr Honig
nimmt in seiner Kultur einen wichtigen Platz ein. Neben dem Fischfang
ist der Verkauf von Honig eine der Haupteinnahmequellen.
Ouaksah gehört zu den wenigen Menschen, die mit Mut und Geschick eine
gefährliche Tradition aufrechterhalten: Er klettert nachts auf die
Bäume, um den Bienen ihren Honig zu rauben. Ouaksah ist einer der
letzten Honigjäger, die diese nächtliche Ernte betreiben, die auch eine
spirituelle Bedeutung besitzt. Ouaksah trägt dabei weder Schuhe noch
Handschuhe, lediglich Stirnlampe und Imkerpfeife. Beim Aufstieg in den
Wipfel singt er Gebete, um die Geister des heiligen Baums zu
besänftigen. Die Honigjäger müssen schnell arbeiten: Zuerst vertreiben
sie die Bienen mit dem Smoker, dann schneiden sie das aus einer großen
Wabe bestehende Nest ab. Das Honigsammeln ist eine extrem riskante
Angelegenheit: Ein einziger Fehltritt und es droht ein tödlicher Sturz
in die Tiefe.
Am Fuße des Baumes warten Ouaksahs Cousins. In geduldiger Feinarbeit
reicht er ihnen die honiggefüllten Bienenwaben herunter. Dank seiner
reichen Beute kann sich seine Familie auf einige sorgenfreie Monate
freuen.
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| Mi. 12.11.25 |
18:15 - 19:15 Uhr |
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Planet
Weltweit
Die Honigsammler von Yunnan
Schon seit Jahrtausenden
ziehen Wanderimker durch China. Sie stellen ihre Bienenkörbe immer genau
dort auf, wo die Pflanzen blühen, die einen besonders wohlschmeckenden
oder medizinisch wirksamen Honig ergeben. Der größte Teil der
chinesischen Wanderimker ist in Yunnan unterwegs, im bergigen Südwesten
Chinas. Luft, Wasser und Böden sind hier deutlich sauberer, als im Rest
des Riesenreiches.
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| Sa. 15.11.25 |
03:15 - 03:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Indien: Flüssiges Gold in schwindelnder Höhe
Im Südwesten Indiens, an der
Grenze zwischen den Bundesstaaten Karnataka, Kerala und Tamil Nadu,
liegen die Nilgiri-Berge, was so viel wie „die blauen Berge“ bedeutet.
Sie gehören zu dem über 5.000 Quadratkilometer großen Biosphärenreservat
Nilgiri, einem der artenreichsten Ökosysteme weltweit. Jahr für Jahr
warten die seit Urzeiten als Jäger und Sammler lebenden Bergbewohner auf
die Rückkehr der Riesenhonigbiene Apis dorsata, die das Jahr über auf
Wanderschaft ist. Die Honigsaison dauert vier Monate. Den Nektar und
Pollen liefern hauptsächlich die Blüten von vier Pflanzenarten: Naga,
Koli, Biskoti und Aniké. In den "blauen Bergen" blühen diese Pflanzen
während der vier Monate vor dem Monsun. Sobald ihre Blütezeit vorbei ist
und die Bienen hier keine Nahrung mehr finden, suchen sie ein neues
Trachtgebiet und wandern dafür bis zu 200 Kilometer weit. Bei der Apis
dorsata handelt es sich um eine der aggressivsten Bienenarten der Welt,
die ihre Nester in Baumwipfeln und an Felsüberhängen baut. Mit über zwei
Zentimeter Länge ist die Apis dorsata fast doppelt so groß wie die
meisten anderen Arten. Chinasami und Jadayan gehören zwei
unterschiedlichen indigenen Volksgruppen an, vereint durch die Jagd nach
dem begehrten Honig. Ein riskantes Unterfangen, das heutzutage kaum noch
jemand wagt: Auf riskanten Kletterpartien hangeln sich die Honigsammler
an Strickleitern an den steilen Felswänden entlang und verjagen die
Riesenhonigbienen mit Rauch, um an die Waben zu gelangen. Chinasami und
Jadayan wollen auch ihre Söhne und Neffen zu Honigjägern ausbilden, um
die Existenz der Familien in Zukunft zu sichern und eine
jahrhundertealte Tradition am Leben zu erhalten.
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| Sa. 15.11.25 |
05:10 - 05:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Nepal: Die Riesenbiene der Gurung
Im Herzen Nepals erhebt sich
das Annapurna-Massiv. In den Tälern zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe
herrscht ein einzigartiges Klima – mit eisigen Wintern und drückend
heißen Sommern. Hier lebt ein besonderer Bewohner: die Riesenbiene Apis
laboriosa. Diese tiefschwarzen, robusten Insekten können bis zu drei
Zentimeter lang werden. Jahr für Jahr bauen sie an steilen Felswänden
ein einziges, großes Nest – bis zu einen Meter lang und 80 Zentimeter im
Durchmesser.
Der bekannteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes
Frühjahr auf die gefährliche Suche nach dem „süßen Gold“. Für die
Menschen ist der Honig weit mehr als eine Delikatesse – er gilt als
Heil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, wählt er seine
Gefährten aus. Gemeinsam fertigen sie aus Bambus das nötige
Arbeitsmaterial: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange
Strickleiter. Jeder Handgriff muss sitzen, denn bei der Honigjagd hängt
Lal Bahadurs Leben buchstäblich am seidenen Faden.
Am Tag der Jagd erreichen sie nach vier Stunden Fußmarsch eine kahle
Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne
Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinab, während seine
Gefährten sie mit bloßen Händen sichern. Mit geübtem Blick bohrt er zwei
Löcher in die Nestwand und zieht eine kleine Schlinge hindurch. Die
Kunst besteht darin, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen
löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst.
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| Sa. 15.11.25 |
15:25 - 15:50 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Frankreich: Der Bienenhirte
Die Cevennen sind ein
Gebirgszug im Süden Frankreichs und seit Jahrtausenden ein Zufluchtsort
der „Ur-Honigbiene“ Apis mellifera mellifera. In jedem Dorf dieser
Region, an fast jedem Haus, sind Bienenstöcke aus ausgehöhlten
Kastanienstämmen zu sehen, die den Völkern der Dunklen Europäischen
Biene ein Zuhause bieten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Polen bis zu
den Pyrenäen. Doch obwohl sie an die klimatischen Bedingungen in diesen
Regionen perfekt angepasst ist, geht ihre Zahl kontinuierlich zurück.
Deshalb hat sich der passionierte Imker Stéphane Libéri zum
„Bienenhirten“ ernannt und wandert von Tal zu Tal, um dieses wertvolle
Kulturgut der Cevennen zu retten.
Honig ist seit jeher ein Grundnahrungsmittel der Bergbewohner. Die
Bienen werden in sogenannten Klotzbeuten gehalten, die ihren natürlichen
Nestern in hohlen Baumstämmen nachempfunden sind. Die Klotzbeuten werden
in Kastanienholz gefertigt und mit einer Schieferplatte beschwert.
Leider wird diese wenig rentable Imkereimethode heute kaum noch
angewandt.
Stéphane liebt die Cevennen und ist hier aufgewachsen, wie seine Eltern
und Großeltern vor ihm. Er engagiert sich für das Überleben der Dunklen
Europäischen Biene, auf der die besondere Imkertradition der Region
begründet ist. Oberhalb des Dorfes Arrigas, in 800 Meter Höhe, steht
Stéphanes Sammlung alter Bienenstöcke, die er aus der ganzen Region
zusammengetragen hat. Denn statt neue Klotzbeuten zu bauen, restauriert
und repariert er die alten Exemplare – ganz so, wie es seine Vorfahren
taten.
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| So. 16.11.25 |
03:30 - 04:00 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Mexiko: Die Biene der Maya
Der mexikanische Bundesstaat
Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das
drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der
amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie
mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona
beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam
auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat
die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im
Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit
geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die
stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz
seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus
ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.
Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in
einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und
zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die
Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten.
Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch
weniger davon.
Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre
Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und
Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit
seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene
Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den
Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die
Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
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| So. 16.11.25 |
10:10 - 10:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Argentinien: Auf der Suche nach dem Paradies
Im Nordosten Argentiniens
bahnt sich der Río Paraná seinen Weg zum Meer und erweitert sich kurz
davor zu einem 15.000 Quadratkilometer großen Delta. Die Region ist ein
ökologisches Paradies. Aber wie lange noch? Ernstzunehmende Warnungen
kommen vor allem von den Imkern, die ihre Schützlinge tagtäglich
beobachten. Stets lieferten diese Bienen – eine Kreuzung aus deutschen
und italienischen Unterarten der Europäischen Honigbiene Apis mellifera
– einen im ganzen Land begehrten Honig. Doch inzwischen klagen Pedro und
Ezequiel über ein außergewöhnlich hohes Bienensterben und suchen
verzweifelt nach Gegenmaßnahmen.
Auf etwa der Hälfte der Ackerflächen Argentiniens wird Soja angebaut. Um
einen Weg aus der Finanzkrise von 2002 zu finden, setzte das Land massiv
auf die Monokultur genmodifizierter Sojabohnen. Die Pflanzen werden mit
Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt, sobald die ersten Keimblättchen
aus dem Boden ragen. Damit werden die Felder für Bienen zur Giftfalle.
Die Sojafelder werden immer größer und es gibt kaum noch andere
Blütenpflanzen. Die Bienen sind die Ersten, die dieser Entwicklung zum
Opfer fallen.
Den Imkern bleibt nichts anderes übrig, als ihre Bienenstöcke einmal im
Jahr an andere Standorte zu bringen. 210 Bienenstöcke mit insgesamt vier
Millionen Tieren werden dabei in neues Weidegebiet gebracht. Auf den
Inseln des Flussdeltas können sich Pedros und Ezequiels Insekten
erholen. Hier ist die Natur noch intakt. Erst nach den Spritzeinsätzen
auf den Sojafeldern kehren sie zurück, um sich von den wenigen Blüten zu
ernähren, die übrig geblieben sind. Es ist ein Spießrutenlauf zwischen
den Naturgewalten und den Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft.
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| Mo. 17.11.25 |
04:05 - 05:00 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Kenia: Die Biene, die Yaaku und der Vogel
Am Fuße des Mount Kenya in
Ostafrika erstrecken sich die Hochebenen des Laikipia-Plateaus. Die dünn
besiedelte Region ist ein Paradies für große Säugetiere, doch ihre
endlosen Weiten bieten auch Lebensraum für eine kleine Insektenart – die
Apis mellifera monticola. Nicholas gehört zu den Yaaku, einer ethnischen
Volksgruppe, der rund 2.000 Menschen angehören. Für ihn sind diese
Bienen weit mehr als nur Honiglieferanten. Nachdem die Gemeinschaft der
Yaaku in den 30er Jahren von den Massai-Kriegern angegliedert wurde,
übernahmen sie deren Bräuche, Lebensweisen und Sprache.
Die Massai lieben Honig, aber vor Bienen haben sie großen Respekt. Die
Yaaku hingegen blicken auf eine lange Tradition der Bienenhaltung zurück
und arbeiten bis heute mit den Methoden ihrer Vorfahren: ausgehöhlte
Stücke von Baumstämmen werden als Bienenstöcke aufgehängt. Nur so sind
sie sicher vor dem Honigdachs, einem Verwandten der Marder, der – wie
der Name schon sagt – auf Honig aus ist. Auch Elefanten machen den
Bienen das Leben schwer: Bei der Nahrungssuche nach Zweigen und Blättern
kommt es immer wieder vor, dass die Dickhäuter die Bienenstöcke von den
Bäumen herunterreißen.
Gelegentlich sammeln die Yaaku auch den Honig der wilden Bienen aus der
Region. Dabei hilft ihnen ein schwarzer Vogel, der Große Honiganzeiger.
Er gehört zu den wenigen Vogelarten, die Wachs fressen und verdauen
können. Aber alleine kommt er an das Wachs nicht heran – dazu braucht er
die Unterstützung der Yaaku, die er im Gegenzug zu den Nestern führt.
Die Honigernte bestimmt auch den Festkalender der Yaaku. Zu allen
besonderen Anlässen und vor allem auf Hochzeiten wird Met serviert. Für
Nicholas’ zweite Frau waren die Bienenstöcke ein entscheidender Grund
zur Heirat. Den Brautpreis hat er den künftigen Schwiegereltern in Honig
bezahlt. Bis heute gilt ihm Honig als Symbol für Reichtum, Frieden und
häusliches Glück.
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| Mo. 17.11.25 |
05:00 - 05:55 Uhr |
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Meine wilden
Nachbarn
Dokumentation
Ein Stadtbewohner erlebt an
einem Winternachmittag, wie plötzlich ohrenbetäubendes Gekreische den
Straßenlärm übertönt. Wenige Meter vor seinem Fenster sieht er Dutzende
Stare auf den Bäumen landen. Ihre schwarzen Silhouetten heben sich vom
weißen Hintergrund ab, ihr Hüpfen lässt den Schnee von den Zweigen
rieseln. Der Vogelschwarm verwandelt die Straße – optisch und akustisch.
Jeden Tag bietet sich beim Blick aus dem Fenster ein neues Schauspiel
mit mehr als 20 Vogelarten sowie verschiedenen Insekten und Säugetieren
in den Hauptrollen. Nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch
Wanderfalken, Steinmarder,
Wildbienen,
Mäuse und Ameisen
haben sich erstaunlich gut an das Leben in der Stadt angepasst. Sie sind
wie wir Menschen zu wahren Experten dieses künstlichen Milieus geworden,
das doch so wenig mit ihrem natürlichen Lebensraum gemein hat. „Meine
wilden Nachbarn“ wirft einen neuen, poetischen und humorvollen Blick auf
die Fauna im urbanen Raum.
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| Di.
18.11.25 |
02:10 -
02:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Russland: Die Waldimker des Urals
Im Naturschutzgebiet
Schulgan-Tasch im baschkirischen Ural liegt das Dorf Gadel-Garejero
inmitten waldiger Hügel, die mit jahrhundertealten Eichen, Birken,
Espen, Linden und Ahornbäumen bewachsen sind. Hier lebt eine spezielle
Wildbienenart: die seltene Bursjan-Honigbiene. Sie ist winterfest – ein
großer Vorteil angesichts der klimatischen Bedingungen hier. Bis zu
minus 40 Grad Celsius müssen die Bienen im Winter überstehen. Außerdem
besitzt diese Bienenart eine zweite besondere Fähigkeit: Sie hat sich an
die kurze Blühperiode der Linden angepasst, die nur acht bis zehn Tage
dauert. In dieser Zeit steigt der Arbeitseinsatz der Bienen auf das
Eineinhalbfache.
Sabit Gallin arbeitet als Ranger im Reservat und gehört zu den wenigen
Honigjägern des Dorfes, den sogenannten Bortewiks. Sie fertigen „Borten“
an, die Behausungen für die Wildbienen, und halten sie instand. Es sind
rechteckige Nischen, die direkt in den Baumstamm hoher Kiefern gehauen
werden. Manche dieser künstlichen Höhlen werden bereits seit
Jahrhunderten von Bienen bewohnt. Um an den Honig zu gelangen, erklimmt
Sabit die Kiefer mit Hilfe eines Steiggurts. Ganz ruhig und langsam
arbeitet er, damit die Bienen ihn nicht stechen. Zu gierig darf der
Honigjäger nicht sein, denn ohne genügend Vorrat kommen die Bienen nicht
über den Winter. Nach der Ernte geht es ans Verarbeiten: Sabit
zerstampft die Waben, in denen sich Honig, Pollen und Wachs befinden,
und verarbeitet sie zu einem Brei, der am Ende den Waldhonig mit
besonderem Geschmack ergibt – reine Natur, ohne künstliche Aromen oder
Zusätze.
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| Di. 18.11.25 |
15:15 - 16:00 Uhr |
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Invasion der
Ameisen
Die unterschätzte Gefahr?
Eine invasive Ameisenart
erobert Deutschland: die Große Drüsenameise, Tapinoma magnum. Welche
Bedrohungen für das Ökosystem bringt sie und wie lässt sie sich
bekämpfen? t.
Das Problem: Diese Ameise gründet sogenannte Superkolonien,
weitverzweigte Netzwerke von Nestern, die aus Hunderttausenden bis
Millionen von Arbeiterinnen und Tausenden von fortpflanzungsfähigen
Königinnen bestehen. Sie können sich unterirdisch über viele Hektar
ausbreiten. Dadurch kann sich diese Art explosionsartig vermehren und
heimische Ameisen verdrängen. Ganze Ökosysteme sind gefährdet.
Teams von Forschenden im Südwesten suchen nach Lösungen - bislang
vergeblich. Betroffene berichten von "blankem Horror": Befallene Gärten
oder Balkone können häufig nicht mehr genutzt werden. Diese Ameisen
unterhöhlen auch Straßen, Wege und Terrassen, bedrohen Gebäude, sogar
kritische Infrastruktur. Herkömmliche Insektizide wirken bestenfalls
vorübergehend.
Die SWR Dokumentation zeigt, wie dramatisch die Lage im Südwesten
bereits ist.
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| Mi. 19.11.25 |
03:10 - 03:40 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Slowenien: Der Hüter der Carnica-Biene
Slowenien ist das einzige
europäische Land, das sich seine einheimische Bienenart erhalten konnte:
Apis mellifera carnica, auch als Krainer oder Kärntner Biene bekannt.
Die Imkerei wird hier seit Jahrhunderten gepflegt und hat die
slowenische Geschichte und Kultur mitgeprägt. Ob Berufsimker oder Laien,
die Slowenen haben großen Respekt vor der Carnica und den Traditionen,
die mit ihr in Verbindung stehen.
Brane Kozinc stammt aus einer Imkerfamilie, in der die Leidenschaft für
die Bienen seit vier Generationen vom Vater an den Sohn weitergegeben
wird. Mit den Carnica-Bienen kam er schon als kleiner Junge in Kontakt,
unter der liebevollen Aufsicht seines Großvaters. Heute ist Brane einer
der 15 staatlich anerkannten Imker Sloweniens und züchtet reinrassige
Carnica-Bienen.
Dabei hält er sich an die Weisungen der Forschung und wendet bei der
Auswahl der Königinnen nur ausgewiesene Techniken an. Der Schutz der
Carnica ist für Brane zur Priorität geworden. Seine Bienenstöcke stehen
auf dem Triglav, dem höchsten Gipfel der Julischen Alpen und Sloweniens.
Die Klimabedingungen sind so extrem, dass Bienen hier normalerweise
nicht überleben würden – nur die Carnica-Biene ist dazu in der Lage.
Diese Bienenart zeichnet sich durch ihre Friedfertigkeit und ihren
exzellenten Honig aus, so dass sie in Slowenien sogar die einzige
zugelassene Bienenart ist. Für Brane ist die Zucht der Carnica-Biene
nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch eine notwendige Voraussetzung
für die Zukunft der Imkerei. Unter den staatlich anerkannten und streng
kontrollierten Bienenzuchtbetrieben ist er der Einzige, der seine
Bienenköniginnen in die ganze Welt exportiert.
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| Do. 20.11.25 |
02:50 - 03:15 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Äthiopien: Summende Schutzengel
Grüne Hochebenen, durchzogen
von Flusstälern – das ist das Dach Afrikas: das Hochland von Abessinien
im Norden Äthiopiens. Während die Nachbarländer von sengender Hitze
geplagt werden, herrscht hier – auf über 2.000 Metern Höhe – ein mildes
Klima, und Afrika erscheint wie das gelobte Land. Nicht von ungefähr
beschreiben Reisende und Pilger Äthiopien seit jeher als das biblische
Land, in dem Milch und Honig fließen. Der Honig stammt von der
Ostafrikanischen Bergbiene – Apis mellifera monticola.
Das Christentum hat in Äthiopien eine lange Geschichte – und mit ihm die
Bienen, die sich in den teils jahrhundertealten Kirchen eingenistet
haben. Für die Gläubigen gelten sie als Boten des Herrn. So auch für Aby
Tadesse, dessen Leben eng mit den Bienen verbunden ist. Aby besitzt rund
30 Bienenstöcke – einfache Konstruktionen aus Stroh, Lehm und
Rinderdung, um die er sich hingebungsvoll kümmert. Die Bienen schenken
den Menschen Honig und Wachs. Doch hier, im Hochland von Abessinien,
erfüllen sie noch eine weitaus wichtigere Aufgabe: Die Menschen glauben,
sie seien eine Art Schutzengel, die den Teufel vertreiben. Und sie
wissen, dass ihr Honig heilende Wirkung bei bestimmten Krankheiten
entfalten kann. Die Honigernte gleicht daher einer religiösen Zeremonie.
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| Fr. 21.11.25 |
15:50 - 16:20 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Neuseeland: Der Schatz der Maori
Neuseeland liegt
abgeschieden im Südpazifik – rund 2.000 Kilometer von seinen nächsten
Nachbarn entfernt. Vor etwa tausend Jahren wurde das Land von
polynesischen Seefahrern entdeckt, die sich auf der Nordinsel
niederließen und die Māori-Kultur begründeten. Erst im 18. Jahrhundert
kamen mit den Engländern auch die ersten Bienen nach Neuseeland.
Die Europäische Honigbiene, Apis mellifera, wurde auf den von üppiger
Vegetation bedeckten Inseln schnell heimisch. Schon bald entdeckten die
Tiere eine besondere Delikatesse: die Blüten eines Baumes, den die Māori
als Heilpflanze verehren und Manuka nennen. Der Honig aus Manuka-Blüten
ist einzigartig – und für viele ein Segen. Er wird von zahlreichen
Menschen als Naturheilmittel geschätzt. Das Honiggeschäft hat hier
vielen Familien sichere Arbeitsplätze beschert. Nicht nur den Imkern und
Honigverkäufern. Auch Landwirte profitieren von der Bestäubungsarbeit
der Bienen auf ihren Anbauflächen.
Seit mehreren Generationen sind Blanche Murray und ihre Familie vom
Māori-Stamm Ngāti Kurī die Hüter dieses kostbaren Honigs. In der Bucht
von Te Hāpua, an der Nordspitze der Insel, begann die Erfolgsgeschichte
der Murrays. Großmutter Hana lebte hier in einem Haus im Grünen. Sie
kannte die heimische Fauna und Flora wie kaum eine andere. Ihre
Leidenschaft für die Bienen hat sie an Blanche und deren Bruder Tae
weitergegeben.
In der Familie Murray haben alte Traditionen überlebt. Blanche, ihre
Mutter und ihre Geschwister nehmen den Auftrag ihrer Ahnen ernst: Sie
kümmern sich um das Land, das ihnen anvertraut wurde – und tragen dazu
bei, die Māori-Kultur zu bewahren.
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| Fr. 21.11.25 |
17:50 - 18:35 Uhr |
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Durch das
Jahr der weltweiten Wildnis
September - Oktober: Unruhige Zeiten
Im September hat die Erde
zwei Drittel ihrer Reise um die Sonne zurückgelegt. Mensch und Tier
steht eine neue Zeit des Umbruchs bevor. Im südlichen Afrika wird es
immer heißer und trockener. Ein hungriges Löwenrudel lauert Tieren auf
Wassersuche auf. Hitzegeplagte Flusspferde müssen sich in immer
kleineren Tümpeln drängen. Die Aggressivität steigt und führt oft zu
blutigen Kämpfen.
Die Rückkehr des Regens ist ein Segen für die Natur. In der Kalahari
kehrt mit den ersten Wassertropfen das Leben zurück. Die Erdmännchen
wagen sich mit ihren Jungen aus dem Bau und erteilen ihnen erste
Lektionen in Sachen Nahrungssuche. Auch in den Tropenwäldern Kolumbiens
beginnt die Regenzeit, und die Frösche singen ihr Ständchen.
Auf dem australischen Kontinent sind September und Oktober
Frühlingsmonate. Die Ebenen im Osten des Landes sind wieder grün, und
bei den Kängurus gibt es einen wahren Babyboom! Die Männchen liefern
sich erbitterte Boxkämpfe um die Gunst der Weibchen. Während die
Kängurus sich über frisches Gras freuen, machen sich die Menschen an die
Ernte. Im Südwesten Chinas wird im September der Reis geerntet – eine
mehr als 10.000 Jahre alte Tradition, die heute Menschen auf der ganzen
Welt ernährt.
Die Tagundnachtgleiche im September markiert den Herbstbeginn auf der
Nordhalbkugel. Die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich und
fallen zu Boden, die Landschaft verändert sich erneut. Im Wald wachsen
Pilze, und die Tierwelt beginnt, sich auf den Winter vorzubereiten.
Im Norden Kanadas machen sich die Karibus auf den Weg, um dem nahenden
Winter zu entgehen. Die immer kürzeren Tage im Oktober sind für sie das
Signal zum Aufbruch. Auf der Suche nach Weideland ziehen sie rund 600
Kilometer gen Süden – die längste bekannte Tierwanderung auf dem
Landweg. Während ihrer gesamten Reise müssen sie sich vor hungrigen
Wölfen in Acht nehmen.
Auch in den Obstgärten Großbritanniens stellt der Winter eine
Gefahr dar. Fleischfressende Hornissen füttern die nächste Generation,
bevor sie selbst der Kälte erliegen.
Bei Tonga hallt der Gesang verliebter Buckelwale durch den Südpazifik:
Ein erbitterter Wettstreit zwischen den Männchen kündigt sich an.
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| Sa. 22.11.25 |
03:10 - 03:39 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Indien: Flüssiges Gold in schwindelnder Höhe
Im Südwesten Indiens, an der
Grenze zwischen den Bundesstaaten Karnataka, Kerala und Tamil Nadu,
liegen die Nilgiri-Berge, was so viel wie „die blauen Berge“ bedeutet.
Sie gehören zu dem über 5.000 Quadratkilometer großen Biosphärenreservat
Nilgiri, einem der artenreichsten Ökosysteme weltweit. Jahr für Jahr
warten die seit Urzeiten als Jäger und Sammler lebenden Bergbewohner auf
die Rückkehr der Riesenhonigbiene Apis dorsata, die das Jahr über auf
Wanderschaft ist. Die Honigsaison dauert vier Monate. Den Nektar und
Pollen liefern hauptsächlich die Blüten von vier Pflanzenarten: Naga,
Koli, Biskoti und Aniké. In den "blauen Bergen" blühen diese Pflanzen
während der vier Monate vor dem Monsun. Sobald ihre Blütezeit vorbei ist
und die Bienen hier keine Nahrung mehr finden, suchen sie ein neues
Trachtgebiet und wandern dafür bis zu 200 Kilometer weit. Bei der Apis
dorsata handelt es sich um eine der aggressivsten Bienenarten der Welt,
die ihre Nester in Baumwipfeln und an Felsüberhängen baut. Mit über zwei
Zentimeter Länge ist die Apis dorsata fast doppelt so groß wie die
meisten anderen Arten. Chinasami und Jadayan gehören zwei
unterschiedlichen indigenen Volksgruppen an, vereint durch die Jagd nach
dem begehrten Honig. Ein riskantes Unterfangen, das heutzutage kaum noch
jemand wagt: Auf riskanten Kletterpartien hangeln sich die Honigsammler
an Strickleitern an den steilen Felswänden entlang und verjagen die
Riesenhonigbienen mit Rauch, um an die Waben zu gelangen. Chinasami und
Jadayan wollen auch ihre Söhne und Neffen zu Honigjägern ausbilden, um
die Existenz der Familien in Zukunft zu sichern und eine
jahrhundertealte Tradition am Leben zu erhalten.
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| So. 23.11.25 |
03:25 - 03:50 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Italien: Siziliens Dunkle Biene
Im Tyrrhenischen Meer,
nördlich von Sizilien, liegt ein Vulkan-Archipel mit dem Namen
Liparische Inseln. Vor einigen Jahrzehnten wurde die Sizilianische
Dunkle Honigbiene oder Apis mellifera sicula von anderen Bienenarten
verdrängt, die aus Norditalien Einzug gehalten hatten. Bis der
sizilianische Imker Carlo Amodeo eine Kolonie in einem verlassenen
Bienenstock fand und rettete.
Carlo hat zwei Leidenschaften: das Meer und die Bienen. Seine Mission
ist der Schutz und die Vermehrung der Insekten – dafür fährt er von
Insel zu Insel. Nach wie vor ist diese Bienenart zahlreichen Gefahren
wie etwa Pestiziden ausgesetzt. Genetisch reine Sizilianische Dunkle
Honigbienen kommen mit den extremen Klimabedingungen gut zurecht. Sie
sind auch bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius noch produktiv,
und die starken Winde können ihnen nichts anhaben.
Die vor einer Million Jahren aus einem submarinen Vulkan entstandene
Insel Filicudi ist der wildeste und entlegenste Teil des Archipels. Die
Landschaft ist rau, karg und schroff. Imker Carlo besitzt hier ein
kleines Haus. Wie auf den Nachbarinseln hat er auch auf Filicudi rund
hundert Bienenstöcke aufgestellt. Mehrmals pro Woche schaut er nach, ob
es den Königinnen gut geht. Im Sommer besuchen zahlreiche Touristen die
Liparischen Inseln, kleine Paradiese zwischen Himmel und Meer. Dank der
unermüdlichen Arbeit, Pflege und Obhut von Imker und „Bienenflüsterer“
Carlo sind die einheimischen Sizilianischen Bienen hier nun wieder zu
Hause.
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| So. 23.11.25 |
05:05 - 05:35 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Türkei: Der Bär, der Honig und der Unbeugsame
Zwischen dem Schwarzen Meer
und den Hochebenen Erzurums erstrecken sich die Täler der Provinz Rize –
der Lebensraum der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica), die
sich durch ihren besonders langen Rüssel auszeichnet. Damit erreicht sie
den Nektar auch, wenn die Blüten sehr tiefe Kelche haben. Bei der Jagd
auf ihr flüssiges Gold treffen zwei Rivalen aufeinander: der Mensch und
der Europäische Braunbär, von dem hier etwa 4.000 Exemplare gibt. Um ihm
zuvorzukommen, greifen die Einheimischen auf ungewöhnliche Methoden
zurück: vom Bärenschreck über Überwachungskameras bis zu Bienenstöcken
in schwindelerregender Höhe.
Der Honig der Bienen ist für seine einzigartige Aromatik bekannt,
deshalb schwören viele Imker in der Region noch heute auf die
traditionellen Bienenstöcke, sogenannte Karakovans. Die
Fünf-Sterne-Hotels für die fleißigen Arbeiterinnen bestehen aus
Lindenholz, da der blumige Geruch den Bienen besonders zusagt. Unter den
Imkern befindet sich auch der 68-jährige Mustafa: In 20 Metern Höhe
bringt er seinen neuen Bienenstock an, der die Bienen verwöhnen und die
Bären verzweifeln lassen soll. Trotz des großen Aufwands fällt der
Honigertrag gering aus – entsprechend teuer ist Karakovan-Honig: 120
Euro pro Kilogramm. Diesen Luxus lassen sich aber auch die Tiere nicht
einfach so entgehen – und so wird auch in Zukunft der Wettkampf um den
Honig Mensch und Bär auf Trab halten.
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| So. 23.11.25 |
05:35 - 06:00 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Argentinien: Auf der Suche nach dem Paradies
Im Nordosten Argentiniens
bahnt sich der Río Paraná seinen Weg zum Meer und erweitert sich kurz
davor zu einem 15.000 Quadratkilometer großen Delta. Die Region ist ein
ökologisches Paradies. Aber wie lange noch? Ernstzunehmende Warnungen
kommen vor allem von den Imkern, die ihre Schützlinge tagtäglich
beobachten. Stets lieferten diese Bienen – eine Kreuzung aus deutschen
und italienischen Unterarten der Europäischen Honigbiene Apis mellifera
– einen im ganzen Land begehrten Honig. Doch inzwischen klagen Pedro und
Ezequiel über ein außergewöhnlich hohes Bienensterben und suchen
verzweifelt nach Gegenmaßnahmen.
Auf etwa der Hälfte der Ackerflächen Argentiniens wird Soja angebaut. Um
einen Weg aus der Finanzkrise von 2002 zu finden, setzte das Land massiv
auf die Monokultur genmodifizierter Sojabohnen. Die Pflanzen werden mit
Schädlingsbekämpfungsmitteln bespritzt, sobald die ersten Keimblättchen
aus dem Boden ragen. Damit werden die Felder für Bienen zur Giftfalle.
Die Sojafelder werden immer größer und es gibt kaum noch andere
Blütenpflanzen. Die Bienen sind die Ersten, die dieser Entwicklung zum
Opfer fallen.
Den Imkern bleibt nichts anderes übrig, als ihre Bienenstöcke einmal im
Jahr an andere Standorte zu bringen. 210 Bienenstöcke mit insgesamt vier
Millionen Tieren werden dabei in neues Weidegebiet gebracht. Auf den
Inseln des Flussdeltas können sich Pedros und Ezequiels Insekten
erholen. Hier ist die Natur noch intakt. Erst nach den Spritzeinsätzen
auf den Sojafeldern kehren sie zurück, um sich von den wenigen Blüten zu
ernähren, die übrig geblieben sind. Es ist ein Spießrutenlauf zwischen
den Naturgewalten und den Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft.
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| So. 23.11.25 |
17:15 - 18:00 Uhr |
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Erlebnis
Erde: Unsere Wälder
Zurück in die Zukunft
Unsere Wälder verändern
sich. Seit vielen Jahren setzen ihnen Stürme, Trockenheit, Brände und
Borkenkäfer zu. Binnen kurzer Zeit wird so zerstört, was über
Jahrhunderte gewachsen ist. Bedeutet das, das Ende für unsere Wälder und
ihre Bewohner?
'Unordnung' im Wald, durch Windbruch, herumliegendes Totholz oder Brände
irritiert uns. Genau darin aber liegt eine Chance für die Natur. Es ist
verblüffend und scheint wie ein Widerspruch: Nach einem Waldbrand oder
einem Massenbefall durch Borkenkäfer erholen sich selbst stark
geschädigte Wälder. Denn 'Katastrophen' sind Teil eines natürlichen
Kreislaufs, der Platz für frisches Grün schafft.
In der letzten Folge seiner dreiteiligen Serie UNSERE WÄLDER berichtet
Naturfilmer Jan Haft wie sich aus vermeintlicher Zerstörung und einem
Blick in die Vergangenheit Konzepte für die Wälder der Zukunft
entwickeln lassen. Allen voran, die Waldweide, eine uralte Form der
Landnutzung. Der Film ist ein Plädoyer für die Rückkehr der großen
Pflanzenfresser wie Wisent, wilde Pferde oder Rinder. Sie schaffen
wichtige Voraussetzungen, damit unsere Wälder für die Zukunft gut
gerüstet sind und sorgen dafür, dass Lichtungen entstehen und die
Artenvielfalt sprunghaft ansteigt.
Auch in der letzten Folge des Dreiteilers ist der Wald erneut die Bühne
für die großen und kleinen Dramen der Natur: wir sind hautnah dabei,
wenn eine Rehmutter Zwillinge zur Welt bringt, werden Zeuge dramatischer
Brände, beobachten Hornissen bei der Jagd und sind dabei,
wenn sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung regeneriert und
artenreicher als je zuvor emporwächst.
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| Mo. 24.11.25 |
15:25 - 16:00 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Frankreich: Der Bienenhirte
Die Cevennen sind ein
Gebirgszug im Süden Frankreichs und seit Jahrtausenden ein Zufluchtsort
der „Ur-Honigbiene“ Apis mellifera mellifera. In jedem Dorf dieser
Region, an fast jedem Haus, sind Bienenstöcke aus ausgehöhlten
Kastanienstämmen zu sehen, die den Völkern der Dunklen Europäischen
Biene ein Zuhause bieten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Polen bis zu
den Pyrenäen. Doch obwohl sie an die klimatischen Bedingungen in diesen
Regionen perfekt angepasst ist, geht ihre Zahl kontinuierlich zurück.
Deshalb hat sich der passionierte Imker Stéphane Libéri zum
„Bienenhirten“ ernannt und wandert von Tal zu Tal, um dieses wertvolle
Kulturgut der Cevennen zu retten.
Honig ist seit jeher ein Grundnahrungsmittel der Bergbewohner. Die
Bienen werden in sogenannten Klotzbeuten gehalten, die ihren natürlichen
Nestern in hohlen Baumstämmen nachempfunden sind. Die Klotzbeuten werden
in Kastanienholz gefertigt und mit einer Schieferplatte beschwert.
Leider wird diese wenig rentable Imkereimethode heute kaum noch
angewandt.
Stéphane liebt die Cevennen und ist hier aufgewachsen, wie seine Eltern
und Großeltern vor ihm. Er engagiert sich für das Überleben der Dunklen
Europäischen Biene, auf der die besondere Imkertradition der Region
begründet ist. Oberhalb des Dorfes Arrigas, in 800 Meter Höhe, steht
Stéphanes Sammlung alter Bienenstöcke, die er aus der ganzen Region
zusammengetragen hat. Denn statt neue Klotzbeuten zu bauen, restauriert
und repariert er die alten Exemplare – ganz so, wie es seine Vorfahren
taten.
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| Di. 25.11.25 |
03:15 - 03:45 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Mexiko: Die Biene der Maya
Der mexikanische Bundesstaat
Campeche liegt auf der Halbinsel Yucatán, im Zentrum eines Gebiets, das
drei Jahrtausende lang die Heimat einer der ältesten Kulturen der
amerikanischen Kontinente war: der Maya. Ihren Lebensraum teilten sie
mit einer Bienenart, die sie als Gottheit verehrten: der Melipona
beecheii. Mit Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert kam
auch die produktivere europäische Honigbiene ins heutige Mexiko und hat
die heimische Art nach und nach verdrängt. Vor 20 Jahren beschloss im
Dorf Tankuche die Familie Pat, die über Generationen in Vergessenheit
geratenen Imkermethoden ihrer Vorfahren wiederzubeleben und die
stachellose Biene auf diese Weise vom Aussterben zu retten. Im Schutz
seines Hauses hat Vidal Pat den natürlichen Lebensraum der Bienen aus
ausgehöhlten Baumstämmen nachgebildet.
Die „königliche Dame“, wie die Maya sie nannten, unterscheidet sich in
einigen Punkten von ihren europäischen Verwandten: Sie ist kleiner und
zierlicher – und vor allem wählerischer bei der Auswahl des Pollens. Die
Melipona-Bienen fliegen weitere Wege und besuchen mehr Pflanzenarten.
Dadurch ist ihr Honig aromatischer, allerdings produzieren sie auch
weniger davon.
Der Tag der Toten wird hier auch der Melipona-Biene gewidmet, denn ihre
Gaben benötigen die Menschen für das Fest: Honig für die Opfergaben und
Bienenwachs für die Kerzen. Nach dem Gottesdienst widmet sich Vidal mit
seinem Sohn wieder der Honigernte und entdeckt eine seltene
Besonderheit: Die Brutzellen der Bienen bilden eine Pyramide, die den
Tempelpyramiden der Maya ganz ähnlich sieht. Noch etwas, das die
Insekten mit dieser alten Kultur verbindet.
|
| Di. 25.11.25 |
15:40 - 16:10 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Kenia: Die Biene, die Yaaku und der Vogel
Am Fuße des Mount Kenya in
Ostafrika erstrecken sich die Hochebenen des Laikipia-Plateaus. Die dünn
besiedelte Region ist ein Paradies für große Säugetiere, doch ihre
endlosen Weiten bieten auch Lebensraum für eine kleine Insektenart – die
Apis mellifera monticola. Nicholas gehört zu den Yaaku, einer ethnischen
Volksgruppe, der rund 2.000 Menschen angehören. Für ihn sind diese
Bienen weit mehr als nur Honiglieferanten. Nachdem die Gemeinschaft der
Yaaku in den 30er Jahren von den Massai-Kriegern angegliedert wurde,
übernahmen sie deren Bräuche, Lebensweisen und Sprache.
Die Massai lieben Honig, aber vor Bienen haben sie großen Respekt. Die
Yaaku hingegen blicken auf eine lange Tradition der Bienenhaltung zurück
und arbeiten bis heute mit den Methoden ihrer Vorfahren: ausgehöhlte
Stücke von Baumstämmen werden als Bienenstöcke aufgehängt. Nur so sind
sie sicher vor dem Honigdachs, einem Verwandten der Marder, der – wie
der Name schon sagt – auf Honig aus ist. Auch Elefanten machen den
Bienen das Leben schwer: Bei der Nahrungssuche nach Zweigen und Blättern
kommt es immer wieder vor, dass die Dickhäuter die Bienenstöcke von den
Bäumen herunterreißen.
Gelegentlich sammeln die Yaaku auch den Honig der wilden Bienen aus der
Region. Dabei hilft ihnen ein schwarzer Vogel, der Große Honiganzeiger.
Er gehört zu den wenigen Vogelarten, die Wachs fressen und verdauen
können. Aber alleine kommt er an das Wachs nicht heran – dazu braucht er
die Unterstützung der Yaaku, die er im Gegenzug zu den Nestern führt.
Die Honigernte bestimmt auch den Festkalender der Yaaku. Zu allen
besonderen Anlässen und vor allem auf Hochzeiten wird Met serviert. Für
Nicholas’ zweite Frau waren die Bienenstöcke ein entscheidender Grund
zur Heirat. Den Brautpreis hat er den künftigen Schwiegereltern in Honig
bezahlt. Bis heute gilt ihm Honig als Symbol für Reichtum, Frieden und
häusliches Glück.
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| Fr. 28.11.25 |
17:20 - 17:50 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Kamerun: Der süße Schatz der Baka
Seit ewigen Zeiten bilden
die tropischen Wälder Afrikas die Lebensgrundlage des Stamms der Baka,
die halbnomadisch als Jäger und Sammler leben. Bis heute sind sie Teil
eines Ökosystems, das sie mit allem Notwendigen versorgt. Zu den
wichtigsten Nahrungsmitteln im tropischen Regenwald im Zentrum Kameruns
zählt der Honig, mit dem die Baka ihren Zuckerbedarf decken. Für die
Baka ist Honig essenziell, nicht nur als Nahrungsmittel, sondern schon
immer auch als Medizin. Das Volk verlässt sich bis heute auf
Naturheilmittel. Guy gehört zu den wenigen, die eine der ältesten
Praktiken der Baka beherrschen: Er ist Honigjäger. Guy ist bei seinem
Vater in die Lehre gegangen und hat dessen Wissen so verinnerlicht, dass
er es meisterhaft versteht, den wilden Bienenvölkern, die getarnt in
Erdkuhlen und Baumwipfeln nisten, ihren süßen Vorrat abzujagen. Guy
riskiert Kopf und Kragen, um an den Honig zu gelangen. Lange lebten die
Baka im Schutz der Wälder, völlig isoliert von der Außenwelt. In der
Natur fanden sie nicht nur, was sie zum täglichen Leben brauchten,
sondern auch ihre spirituelle Heimat. Durch Abholzung und Brandrodung im
großen Stil werden die Pygmäen jedoch zunehmend aus ihrem angestammten
Territorium verdrängt. Diese Veränderungen zwingen die Baka dazu,
sesshaft zu werden. Heute leben sie entlang der neu angelegten Pisten,
verzweifelt darum bemüht, ihre Lebensweise und ihre Kultur zu bewahren.
Guy liebt den Wald, und Bienen zu züchten empfindet er als wider die
Natur. Schon seine Vorfahren waren angesehene Honigjäger, und er setzt
diese Tradition fort in der Hoffnung, dass die Wälder eines Tages wieder
den Baka gehören werden.
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| Sa. 29.11.25 |
07:15 - 08:15 Uhr |
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Planet
Weltweit
Slowenien, Land des Honigs
Imker wie der Erik Luznar
bauen auf Sloweniens gutem Ruf als Honignation auf. Er will jedoch die
traditionellen Pfade des Hobbyimkerns verlassen und mit Bienen und Honig
auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Doch ausgerechnet dieses Jahr
beginnt kalt und regnerisch. Eine Katastrophe für den Jungimker. GEO
Reportage hat ihn besucht.
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| Sa. 29.11.25 |
16:55 - 17:25 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Deutschland: Rosenfeld, ein Paradies für Bienen
Norbert Poeplau ist nicht
nur begeisterter Imker, sondern auch Apidologe – das heißt, er erforscht
neue Methoden der Honiggewinnung, der Bienenhaltung und -zucht. Seine
Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle liegt in Rosenfeld, einem
Naturschutzgebiet am Rande des Schwarzwalds. Hier beobachtet, züchtet
und erforscht er die faszinierenden Insekten.
Am wichtigsten sind ihm dabei das Wohlergehen und der natürliche
Lebenszyklus der Bienenvölker – wie viel Honig er selbst erntet, ist
dabei zweitrangig. Norbert engagiert sich für eine wesensgerechte und
ökologische Bienenhaltung. Zu diesem Zweck hat er die sogenannte
Einraumbeute entwickelt. Ein revolutionärer Schritt: Sie bietet einen
großen Raum, in dem sich die Bienen horizontal ausbreiten können. In
herkömmlichen Magazinbeuten verläuft der Wabenbau vertikal und ein
Absperrgitter trennt den unten liegenden Brutraum vom darüber liegenden
Honigraum, damit der Honig leichter entnommen werden kann. Die
Einraumbeute lässt den Bienen mehr Freiheit beim Wabenbau, da Brut- und
Honigraum ineinander übergehen.
Auch an anderer Stelle betreibt der Imker Pionierarbeit: Er versucht,
eine Linie der Europäischen Honigbiene (Apis mellifera) zu züchten, die
möglichst nie mit umweltschädlichen Substanzen in Berührung gekommen
ist. Für dieses Projekt hat er mitten in einer Naturschutzzone
Bienenstöcke in sogenannten Klotzbeuten eingerichtet – ausgehöhlten
Baumstämmen, wie sie seit Jahrhunderten in Sibirien verwendet werden.
Das Holz bietet eine natürliche Isolierung, der austretende Baumsaft
dient den Bienen als zusätzliche Nahrungsquelle.
Nach dem Winter ist klar: Die Tiere haben überlebt – gesund, stark,
aktiv. Ein wegweisender Versuch, der Hoffnung macht im Kampf gegen das
weltweite Bienensterben.
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| Sa. 29.11.25 |
19:40 - 20:15 Uhr |
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360º
Reportage
Peru: Stachellose Bienen, Retter des Regenwaldes
In Peru halten immer mehr
indigene Amazonas-Anwohner die tropischen Verwandten der Honigbiene. Die
stachellosen Insekten liefern nicht nur einen besonders edlen,
hochpreisigen Honig – sie sind zudem auch von zentraler Bedeutung für
die Bestäubung vieler heimischer Pflanzenarten und eröffnen so Wege der
nachhaltigen Waldnutzung. Können die Wildbienen sogar etwas zur Rettung
des Regenwaldes beitragen?
César Delgado ist der führende Experte für stachellose Bienen in Peru.
Er lebt in Iquitos und arbeitet dort für das staatliche
Forschungsinstitut des peruanischen Amazonas (IIAP). Gemeinsam mit der
Biochemikerin Rosa Vasquez Espinoza engagiert er sich in mehreren
Projekten für die Verbreitung der Imkerei mit stachellosen Bienen. So
wollen sie den indigenen Gemeinschaften Perus Wege für eine nachhaltige
und zugleich lukrative Nutzung des Regenwaldes eröffnen – und die
Bestände an heimischen Wildbienen vermehren.
Der Film begleitet die beiden Wissenschaftler auf einer Mission in das
Territorium der Asháninka, der größten indigenen Volksgruppe im
peruanischen Amazonasgebiet. Die Asháninka kennen und nutzen den Honig
stachelloser Bienen als traditionelles Heilmittel – gewinnen ihn jedoch
meist durch Einsammeln in der Wildnis oder durch die Imkerei in hohlen
Baumstämmen. Die effizientere Imkerei in Bienenkästen – so Césars
Gedanke – könnte ihnen helfen, mit dem Honig ein Einkommen zu erzielen.
Auf ihren Expeditionen suchen die Forscher stets auch nach seltenen
Bienenarten. Sie haben gehört, dass es im Gebiet der Asháninka Insekten
geben soll, die giftigen Honig herstellen. Werden sie diesen
sagenumwobenen Bienen auf die Spur kommen – und vielleicht sogar neue,
wissenschaftlich noch nicht beschriebene Arten entdecken?
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| So. 30.11.25 |
19:30 - 20:15 Uhr |
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Die
Honigfrauen von Yucatán - Las damas de la miel
Dokumentation
Seit Jahrtausenden galt die
Melipona-Biene den Maya als heilig. Heute ist sie bedroht – von Hitze,
Umweltzerstörung und dem Vergessen. Im Dorf Tankuché setzen Frauen dem
etwas entgegen: Sie halten die Maya-Sprache lebendig und hüten das
Wissen über die stachellosen Bienen. Im Mittelpunkt steht Evelyn, eine
alleinerziehende Mutter, die das Leben der Melipona-Bienen zu ihrer
Berufung gemacht hat. Gemeinsam mit ihren Cousinen und Nachbarinnen
gründete sie die erste Imkerinnen-Kooperative der Region – ein mutiger
Schritt in einer patriarchalen Gesellschaft.
Zwischen Bienenstand und Honigvermarktung erzählt die Dokumentation von
Frauen, die für das Überleben einer bedrohten Bienenart kämpfen – und
damit auch für die Balance zwischen Mensch, Natur und Tradition in der
vom Klimawandel bestimmten Zukunft. „Die Honigfrauen von Yucatán – Las
damas de la miel“ erzählt in ruhigen, mit Hingabe gestalteten Bildern
eine Geschichte über weibliche Selbstermächtigung, den Wert von
Gemeinschaft und das fragile Zusammenspiel von Umwelt und kultureller
Identität.
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Dezember 2025
| Mo. 01.12.25 |
20:15 - 21:00 Uhr |
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Erlebnis Erde
- Tiere im Rausch
Dokumentation
Rauschalarm im Tierreich!
Tiere nutzen Substanzen, die wir als Drogen bezeichnen. Warum?
Schimpansen werden dabei beobachtet, wie sie sich den Bauch mit
vergorenen Sternäpfeln vollschlagen. Stehen unsere nächsten Verwandten
auf Alkohol und wissen sie um Wirkung und Folgen? Das untersucht der
Biologe Aleksey Maro in Uganda. In den Früchten und im Schimpansen-Urin
testet er den Alkoholgehalt: so viel wie ein Bierchen oder zwei Glas
Wein?
Der aufwendig gedrehte Naturfilm entdeckt nicht nur das Geheimnis vom
"Rausch im Regenwald", sondern erkundet eine kleine "High Society" in
der Natur: Delfine, die mit der Gefahr eines narkotisierenden
Nervengifts spielen, welches Kugelfische in sich tragen. Lemuren, die
sich an einem giftigen Tausendfüßler berauschen, um ihre Gesundheit zu
schützen, und dabei ihr Leben riskieren. Käfer, die als
"Drogendealer" ein ganzes Ameisenvolk mit einer rätselhaften
Substanz abhängig und gefügig machen. Und Katzen, die sich durch die
betörende Wirkung der Minze Nepeta Cataria einem entspannten
Viertelstündchen-Trip hingeben.
Es sind uns gut vertraute oder gänzlich fremde Zustände, ausgelöst durch
toxische Substanzen der Natur. In berauschenden Bildern wird ganz
nüchtern beobachtet, wie er sich zeigt, der Rausch im Tier.
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| Mi. 03.12.25 |
15:40 - 16:10 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Türkei: Der Bär, der Honig und der Unbeugsame
Zwischen dem Schwarzen Meer
und den Hochebenen Erzurums erstrecken sich die Täler der Provinz Rize –
der Lebensraum der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica), die
sich durch ihren besonders langen Rüssel auszeichnet. Damit erreicht sie
den Nektar auch, wenn die Blüten sehr tiefe Kelche haben. Bei der Jagd
auf ihr flüssiges Gold treffen zwei Rivalen aufeinander: der Mensch und
der Europäische Braunbär, von dem hier etwa 4.000 Exemplare gibt. Um ihm
zuvorzukommen, greifen die Einheimischen auf ungewöhnliche Methoden
zurück: vom Bärenschreck über Überwachungskameras bis zu Bienenstöcken
in schwindelerregender Höhe.
Der Honig der Bienen ist für seine einzigartige Aromatik bekannt,
deshalb schwören viele Imker in der Region noch heute auf die
traditionellen Bienenstöcke, sogenannte Karakovans. Die
Fünf-Sterne-Hotels für die fleißigen Arbeiterinnen bestehen aus
Lindenholz, da der blumige Geruch den Bienen besonders zusagt. Unter den
Imkern befindet sich auch der 68-jährige Mustafa: In 20 Metern Höhe
bringt er seinen neuen Bienenstock an, der die Bienen verwöhnen und die
Bären verzweifeln lassen soll. Trotz des großen Aufwands fällt der
Honigertrag gering aus – entsprechend teuer ist Karakovan-Honig: 120
Euro pro Kilogramm. Diesen Luxus lassen sich aber auch die Tiere nicht
einfach so entgehen – und so wird auch in Zukunft der Wettkampf um den
Honig Mensch und Bär auf Trab halten.
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| Do.
04.12.25 |
20:15 -
20:55 Uhr |
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Krasse
Krabbeltiere
Die Giganten
„Krasse Krabbeltiere – Die
Giganten“ zeigt die größten Insekten und Spinnentiere unseres Planeten –
und ihren täglichen Überlebenskampf in den extremen Winkeln der Wildnis.
Groß zu sein ist Stärke und Risiko zugleich: Es macht angreifbar,
verlangt Höchstleistungen von Körper und Instinkt. Warum also hat die
Evolution solch riesige Kreaturen hervorgebracht? Die Antwort liegt in
den gnadenlosen Regeln des Überlebens.
Die Reise führt von der sengenden Hitze der Sonora-Wüste über die
feuchten Regenwälder des Amazonas bis zu den Dschungeln Australiens.
Hier begegnen wir Hundertfüßern, deren Gift Beute überwältigt, die
fünfzehnmal größer ist als sie selbst. Käfern, die wie Schauspieler den
Tod vortäuschen. Spinnen, die Netze präziser schleudern als ein
Scharfschütze. Ihre Waffen: chemische Keulen, übermenschliche Stärke,
Tarnung – und eine Intelligenz, die manchen Wirbeltieren in nichts
nachsteht.
Ob Heuschreckenschwärme, die zur Naturkatastrophe werden,
Gottesanbeterinnen, bei denen die Paarung (zumindest für die Männchen)
tödlich endet, oder Ameisen, die unterirdische
Superstaaten errichten: Diese Dokumentation erzählt die unbekannte
Geschichte einer Elite des Tierreichs. Extreme Verhaltensweisen, brutale
Kämpfe, atemberaubende Verwandlungen – hier gilt: Das Kleine ist oft das
Mächtigste.
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| Do.
04.12.25 |
20:55 -
21:40 Uhr |
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Krasse
Krabbeltiere
Die Gefährlichen
„Krasse Krabbeltiere – Die
Gefährlichen“ porträtiert die finstersten Strategen der Evolution:
Insekten und Spinnentiere, die mit roher Gewalt oder bizarren Tricks
ihre Nischen erobern. Was macht sie so „gefährlich“? Die Antwort:
Überleben. Wer in der Natur bestehen will, braucht Waffen – und setzt
sie gnadenlos ein. Diese Episode führt in die wildesten Kampfzonen des
Planeten: Vom säuresprühenden Peitschenkrebs in Texas bis zu leuchtenden
Wurm-Assassinen in Neuseelands Höhlen porträtiert die Serie die
härtesten Insekten und Spinnentiere der Welt.
Nordamerikas Sümpfe verwandeln sich durch Wasser-Skorpione und
Riesenwanzen in Kriegsgebiete und an Australiens Küsten killt die
„Bob-Marley-Spinne“ dank luftgefüllter Tauchglocken auch unter Wasser.
Im Dschungel Borneos zünden Bombardierkäfer chemische Bomben gegen
Ameisenschwärme. Blattinsekten tricksen Ameisen in den Dienst als
Kindermädchen. Krabbenspinnen schnappen Beute aus dem Hinterhalt,
Ameisenlöwen machen Sand zur tödlichen Falle und Pfauenspinnen müssen um
ihr Leben tanzen. Eine Welt aus Täuschung, Gift und tödlicher Präzision.
Hier gilt nur ein Gesetz – gefährlich sein heißt überleben.
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| Sa.
06.12.25 |
18:35 -
19:20 Uhr |
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Die
Honigfrauen von Yucatán - Las damas de la miel
Dokumentation
Seit Jahrtausenden galt die
Melipona-Biene den Maya als heilig. Heute ist sie bedroht – von Hitze,
Umweltzerstörung und dem Vergessen. Im Dorf Tankuché setzen Frauen dem
etwas entgegen: Sie halten die Maya-Sprache lebendig und hüten das
Wissen über die stachellosen Bienen. Im Mittelpunkt steht Evelyn, eine
alleinerziehende Mutter, die das Leben der Melipona-Bienen zu ihrer
Berufung gemacht hat. Gemeinsam mit ihren Cousinen und Nachbarinnen
gründete sie die erste Imkerinnen-Kooperative der Region – ein mutiger
Schritt in einer patriarchalen Gesellschaft.
Zwischen Bienenstand und Honigvermarktung erzählt die Dokumentation von
Frauen, die für das Überleben einer bedrohten Bienenart kämpfen – und
damit auch für die Balance zwischen Mensch, Natur und Tradition in der
vom Klimawandel bestimmten Zukunft. „Die Honigfrauen von Yucatán – Las
damas de la miel“ erzählt in ruhigen, mit Hingabe gestalteten Bildern
eine Geschichte über weibliche Selbstermächtigung, den Wert von
Gemeinschaft und das fragile Zusammenspiel von Umwelt und kultureller
Identität.
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| So.
07.12.25 |
04:25 -
05:30 Uhr |
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Die
Bienenflüsterer
Nepal: Die Riesenbiene der Gurung
Im Herzen Nepals erhebt sich
das Annapurna-Massiv. In den Tälern zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe
herrscht ein einzigartiges Klima – mit eisigen Wintern und drückend
heißen Sommern. Hier lebt ein besonderer Bewohner: die Riesenbiene Apis
laboriosa. Diese tiefschwarzen, robusten Insekten können bis zu drei
Zentimeter lang werden. Jahr für Jahr bauen sie an steilen Felswänden
ein einziges, großes Nest – bis zu einen Meter lang und 80 Zentimeter im
Durchmesser.
Der bekannteste Honigjäger der Region, Lal Bahadur, begibt sich jedes
Frühjahr auf die gefährliche Suche nach dem „süßen Gold“. Für die
Menschen ist der Honig weit mehr als eine Delikatesse – er gilt als
Heil- und Rauschmittel. Bevor Lal Bahadur aufbricht, wählt er seine
Gefährten aus. Gemeinsam fertigen sie aus Bambus das nötige
Arbeitsmaterial: Seile, Körbe, Haken und vor allem eine 50 Meter lange
Strickleiter. Jeder Handgriff muss sitzen, denn bei der Honigjagd hängt
Lal Bahadurs Leben buchstäblich am seidenen Faden.
Am Tag der Jagd erreichen sie nach vier Stunden Fußmarsch eine kahle
Felswand, an der die Bienen ihr Nest gebaut haben. Barfuß und ohne
Schutzkleidung steigt der Honigjäger die Leiter hinab, während seine
Gefährten sie mit bloßen Händen sichern. Mit geübtem Blick bohrt er zwei
Löcher in die Nestwand und zieht eine kleine Schlinge hindurch. Die
Kunst besteht darin, die Wabe aufzufangen, sobald sie sich vom Felsen
löst. Jetzt darf nichts schiefgehen, sonst war die ganze Mühe umsonst.
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| So.
07.12.25 |
07:30 -
07:55 Uhr |
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Wissen macht
Ah!
Fünf nach Tier
Treten Sie näher, treten Sie
näher! Und ziehen Sie ein Los! Zu gewinnen gibt es diesmal jede Menge
Tiere. Und das ist nichts für schwache Nerven, denn Clarissa und Ralph
nehmen auch tierische Hinterlassenschaften genauestens unter die Lupe.
Gewölle zum Beispiel. Greifvögel würgen sowas hoch, nachdem sie
gefressen haben. Und wie man sich für diese Untersuchung eine Lupe
selber bastelt, erklären die beiden Hobby-Forscher gleich mit. Außerdem
beantworten sie die fünf tierischen Fragen der Sendung.
Was ist eine Blindschleiche?
Blindschleichen sehen aus wie Schlangen, aber tatsächlich sind sie
keine! Gefährlich sind sie auch nicht. Sie gehören zur Familie der
Eidechsen. Eidechsen? Aber die sehen doch ganz anders aus! Was es mit
der Familienzugehörigkeit auf sich hat und ob Blindschleichen wirklich
blind sind, hat sich Ralph genauer angesehen.
Warum ist Vogelkacke immer weiß?
Warum sind Bienenwaben immer sechseckig?
Warum heißt es Flohmarkt?
Mit wie vielen Beinen ist eine Spinne immer gleichzeitig beim Laufen auf
dem Boden?
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Filme zum Thema - Wespe, Hornisse & Co. - siehe
Link & Co. -> Filme
Mitschnitte zu Fernsehsendungen,
in denen
ich als Wespenberater und Umsiedler mitwirken durfte:
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HR -
Die Ratgeber
Wie man sich vor Wespen
schützen kann
- Umsiedlung eines Hornissennestes
Es ist Wespen-Hochsaison.
Die gelb-schwarzen Plagegeister sorgen für unbehagen. Welche Tricks gibt es
um sie zu vertreiben?
Wenn nichts mehr hilft kann ein Hornissennest auch umziehen ...
Moderation:
Daniel Johé
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RTL -
Stern-TV
Schutz vor Insekten-Attacken
- Das sollten Sie über Wespen wissen
Wespen sind keine gefährlichen Tiere, vor einem Stich fürchten sich die
meisten Menschen - nicht nur Allergiker.
Viele geraten durch die aufdringlichen Insekten nahezu in Panik. Dabei
lassen sich Angriffe durch Wespen durchaus vermeiden. Hier sind die Tipps
vom Wespenexperten.
Moderation: Steffen Hallaschka
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Hessenfernsehen -
hallo hessen
Wespenplage im Spätsommer
- Jetzt werden die Wespen richtig aggressiv
hallo hessen
ist eine 2-stündige Live-Fernsehsendung im hr-fernsehen, die täglich, außer
am Wochenende, ausgestrahlt wird.
Die Gäste sind eine bunte Mischung aus Prominenten, Künstlern und "normalen"
Menschen, die einen Bezug zu Hessen haben und etwas Besonderes tun.
Moderation: Jule Gölsdorf
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4 |
Hessenfernsehen -
Maintower News
Hornissenalarm
Vorsicht Jogger und Spaziergänger, im Rodgauer Wald gibt es derzeit ein
Hornissennest.
Weil
es sich zu nahe herangewagt hatte, wurde ein Ehepaar gestochen. Der Rodgauer
Wespenexperte Peter Tauchert hat den Baum, indem das Volk nistet, nun
abgesperrt. Bis
Mitte Oktober werden die Hornissen ihr Nest verlassen.
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ZDF.Umwelt
Keine Angst vor Wespen
Dass man Wespen am liebsten aus dem Weg geht ist
klar, aber dass sie einen schlechten Ruf haben, ist unfair. In Deutschland
gibt es einige Hundert Wespenarten. Nur acht davon leben in Schwärmen und
bauen Nester. Und nur zwei von ihnen, nämlich die Gemeine und die Deutsche
Wespe, sind Schuld am schlechten Image.
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Sat.1 - 17.30 Live
Hornissenumsiedelung
Die milden Temperaturen bescheren uns
zwar einen angenehmen Sommer, aber leider auch viele Wespen und Hornissen,
denn die lieben das milde Klima. Darum liegt das Wespenaufkommen in
diesem Jahr um 30 Prozent höher als zuvor. Besonders schlimm für Allergiker!
17:30 hat eine Betroffene und den Insektenberater Peter Tauchert bei seinem
Einsatz in Rodgau-Weiskirchen begleitet.
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Hessenfernsehen -
Maintower News
Wespensaison
Die
Wespensaison hat begonnen.
Peter Tauchert hatte heute alle Hände voll zu tun. Per Wespenexperte musste
in Rodgau über 200 Wespen wegsaugen. Das Nest wurde für die Einwohner
gefährlich, da es sich direkt über der Eingangstür befand und die Wespen ihr
Revier verteidigten. Die Zeit der Großeinsätze kommt für Peter Tauchert
allerdings noch. Im September werden die Wespen besonders aggressiv.
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Hessenfernsehen -
Maintower News.
Wespenumsiedelung vom Fachmann
Wespen lassen sich gerne einmal da nieder, wo es gar keiner braucht.
In
der Toilette von G. und K. Höfler in Offenbach zum Beispiel. Und nun... da
lassen, weg räumen... bloß nicht. Hände weg und Profis rufen...
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Hessenfernsehen -
Service Natur
Sommer, Sonne, Wespenstich - Wespen- und Hornissenhotline
Rat und Tat bei Problemen mit Wespen und Hornissen In solch einem Fall kann man die Wespen- und Hornissenhotline des Kreises Offenbach anrufen. Dort bieten
die Mitarbeiter zunächst telefonisch, bei Bedarf aber auch vor Ort ihre Hilfe an. Anhand der Form, Farbe und Anbringung des Nestes können sie die Wespenart bestimmen. Ein wichtiges Kriterium für das weitere Vorgehen, denn lediglich zwei der elf mitteleuropäischen Wespenarten
können dem Menschen lästig werden.
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