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Lebensweise / Steckbrief

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Feldwespen |
Wissenschaftlicher Name |
Deutscher Name |
Vorkommen |
Nistweise |
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Polistes
Feldwespen |
Polistes dominula |
Haus-Feldwespe
(ehem. Gallische- oder Französische Feldwespe) |
ganz Deutschland |
warme,
sonnenbeschienene, geschützte Hohlräume,
unter Welleternit, Dachziegel, Dachfenster etc. |
| Polistes nimpha |
Heide Feldwespe |
Süd-, Mitteldeutschland,
östl. Mecklenburg Vorpommern und Brandenburg |
sonnige Lebensräume,
Freinester an Pflanzenstängeln oder Steinen |
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Galerie 1 |
Galerie 2 |
Galerie 3 |
| Polistes bischoffi |
Zierliche Feldwespe |
Süddeutschland |
sonnige Lebensräume,
Freinester an Pflanzenstängeln oder Steinen |
| Polistes biglumis |
Berg Feldwespe |
Süddeutschland |
sonnige Lebensräume,
Freinester an Pflanzenstängeln oder Steinen |
| Polistes
atrimandibularis |
Berg-Feldwespen-Kuckuckswespe |
Süddeutschland |
parasitisch
Sozialparasit der Berg-Feldwespe |
Stellvertretend, für die in
Deutschland vorkommenden fünf Feldwespenarten, wird hier die
Haus-Feldwespe
(Polistes dominula), ehemals gallische- oder französische
Feldwespe beschrieben:
Merkmale:
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Bei dieser Wespenart ist sehr auffallend, der am Bruststück ansetzende,
tropfenförmig ausgebildete Hinterleib.
Weiterhin auffallend sind die lang nach unten
hängenden Beine während des Fluges. An diesem Merkmal kann man schon von weitem
eine fliegende Feldwespe erkennen und bestimmen.
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Größe:
Königin:
13 - 18 mm
Arbeiterin:
12 - 15 mm
Männchen:
12 - 16 mm
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Lebensraum:
Die
sehr Wärme liebende Wespenart ist häufig im Siedlungsbereich
anzutreffen. In Deutschland besonders südlich der Mainlinie häufig vorzufinden.
Die Nester werden oberirdisch angelegt.
Bewohnt bevorzugt Dachböden oder Schuppen, wo das Nest z.B. an Dachziegeln, an
Welleternitplatten oder an Bretter geheftet wird. |
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Aufnahme © Harald Mayer |
In wärmeren südlichen Regionen
liegen die Nester auch offen und werden zeitweise an
Pflanzenstängel
oder
Steine geheftet.
Meist handelt es sich hierbei um die
Heidefeldwespe - Polistes nimpha |

Aufnahme © Johannes Fichtelmann
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Jahreszeitliches Erscheinen:
Nestsuchende
Königinnen ab Anfang April.
Erste
Arbeiterinnen erscheinen ab etwa Anfang Juni.
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Aufnahme © Ralf Schreck |
Lebenszyklus bis etwa Mitte
September. Mit dem ersten erscheinen
der Geschlechtstiere (Männchen (Bild links)
und Jungköniginnen) stirbt das Nest langsam ab und die Saison
neigt sich dem Ende.
Nach der Paarung (Bild rechts)
überwintern lediglich die befruchteten Königinnen, um im
nächsten Jahr ein neues Feldwespennest zu gründen. |

Aufnahme © Ralf Schreck |
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Nestansicht:
Das
Nest besteht aus nur einer etwa Handteller großen Wabe ohne Nesthülle. Es kann
einen Durchmesser von über 10 cm erreichen.
Als Baumaterial dient verwittertes Holz von z.B. verwitterten Brettern und
Pfählen. Zeitweise treten ganze Kolonien auf.
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Volksstärke:
Im Durchschnitt
besiedeln kaum mehr als 10 bis 30 Tiere das Nest.
Nahrung:
Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich vom kohlehydrathaltigem Pflanzennektar
der Doldenblütlerarten.
Zur Aufzucht der
Brut wird tierisches Eiweiß benötigt. Insekten, insbesondere verschiedene Fliegenarten, Stechmücken
usw.
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Verhalten:
Zeitweise beteiligen sich mehrere Vollweibchen (Königinnen) an der Nestgründung.
Hierbei dominiert allerdings eine der Königinnen (Alphatier). Sollte das
Alphatier ausfallen, übernimmt die nächste Königin die Aufgabe.
Diese Wespenart
ist sehr friedfertig. Nur bei Erschütterungen oder Störungen im allernächsten
Nestbereich werden Angriffe geflogen.
Der Stich verursacht, wenn der Stachel überhaupt die menschliche Haut
durchdringen kann, nur einen kurz andauernden Schmerz.
Im Herbst werden
von den Königinnen Überwinterungsgemeinschaften gegründet. Nicht selten wird
dabei das Mutternest genutzt.
In keiner Weise
sind Feldwespen lästig oder gar schädlich.
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