Wussten Sie, warum...

...es unsinnig ist, Wespenfallen aufzuhängen ?

 


Sommer, Sonne, Gartenzeit - Wespenzeit...

 

 

Jetzt werden im Handel oder in Internetbörsen die unmöglichsten "Utensilien" angeboten, die eine Gartenparty, ein Grillfest, eine Kaffeetafel oder Obst-, Frucht- und Weinplantagen "Wespenfrei" halten sollen.

 

Da gibt es Kupfermünzen, Wespennestatrappen oder auch Wespenfallen, die mit Bier, Zuckerlösung oder speziell im Verkauf angebotenen Lösungen befüllt werden, um umherfliegende Wespen abzufangen.

 

Die Fanggefäße so genannter "Wespenfallen" können in einem hübsch anzusehenden Design gekauft werden oder es werden einfache Flaschen mit der entsprechenden Lockflüssigkeit aufgehängt oder aufgestellt.

 

Was auch genutzt wird, es soll alles den gleichen Effekt erzielen, dass  die "naschhaften" Wespen in das Gefäß fliegen, den Ausgang nicht mehr finden und letztendlich vor Erschöpfung kläglich in der Lösung ertrinken.


Auswertung:

 

In einem Weinberg z.B. wurden wegen der "Wespenplage" etwa 100 - 120 Flaschen mit einem Lockmittelgebräu befüllt und in der Rebanlage aufgehängt:

 

Zur Vergrößerung der Aufnahmen bitte auf die Miniaturbilder klicken.

Blick in die Rebanlage mit ca. 100 – 120 als „Wespenfallen“ aufgehängten Flaschen

„Wespenfalle“ mit zahlreichen Fliegenarten, Schwebfliegen, Wespen, Hornissen und Ohrwürmern

 

Der Inhalt von 3 entleerten Fangflaschen, bestehend aus ca.:

 

60 % verschiedener Fliegenarten,

20 % Wespen (V. germanica und V. vulgaris)

10 % Honigbienen

10 % Hornissen

verschiedener Falter und Ohrwürmer.

Detailaufnahme der jämmerlich ertrunkenen Insekten.
Pro Fangflasche wurden etwa 3 tote Hornissen festgestellt.
Es sind viele „Nützlinge“ wie Ohrwürmer und Honigbienen, sowie geschützte Arten, wie Hornissen, betroffen.

Wenn man bedenkt, dass von 100 toten Insekten lediglich 20 Wespen in der Wespenfalle gefangen wurden, sollte man sich wirklich überlegen, ob man im Sommer solche unsinnigen Gerätschaften aufhängt.

 

 

Einen weiteren Artikel zum Thema Wespenfallen finden sie beim NABU-Bremen

 

 

 

 

 

 

 

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