Lebensweise / Steckbrief

 

 

Bei den unten gezeigten Aufnahmen fiel mir beim Auswerten der Bilder auf, dass ich durch Zufall eine Nektar suchende Königin einer norwegischen Wespe fotografiert hatte.


 

Koenigin der Norwegischen Wespe

Merkmale:

Bei dieser Wespenart sehr auffallend ist die seitlich angebrachte rötlich-braune Zeichnung der ersten beiden Hinterleibsringe.

Die Kopfschildzeichnung sowie die rötlich-braune Färbung können stark variieren und je nach Nest schwächer ausgeprägt sein.

Die Zeichnung am Stirnschild erinnert an eine Speerspitze.

 

Größe:

Königin:        15 - 18 mm

Arbeiterin:    11 - 14 mm

Männchen:   13 - 15 mm

 

Lebensraum:

Mittelgebirgswälder, Waldränder, Wiesen und Gebüsche bis in höhere Lagen. Auch in kühleren Nadelwäldern zu finden. Ganz selten im menschlichen Siedlungsbereich.

Die Nester werden in Erdnähe, seltener in Erdmulden angelegt. Dabei dienen z.B.  Wurzelteller umgestürzter Bäume, das Geflecht dichter Sträucher oder Holzstapel als Standort für das Nest.

Koenigin der norwegischen Wespe

 

Jahreszeitliches Erscheinen:

Nestsuchende Königinnen ab Mitte / Ende April.

Erste Arbeiterinnen erscheinen ab etwa Ende Mai.

Kurzer Lebenszyklus bis etwa Anfang / Mitte September.

 

Nestansicht:

Die Nesthülle ist glatt, grau bis graugelb gefärbt und ohne Lufttaschen.

Als  Baumaterial dient gesundes Holz entrindeter Bäume und leicht verwittertes Holz. Das Nest selbst erreicht mit einem Durchmesser von etwa 25 cm fast Fußballgröße. Durchschnittlich werden 3 - 6 Wabenetagen angelegt. Als Einflugöffnung dient ein etwa 2 cm großes Loch, das sich meist seitlich, im unteren drittel des Nestes befindet.

 

Volksstärke:

Im Durchschnitt besiedeln ca. 200 - 300 Tiere das Nest.

 

Rotzeichnung am Hinterleib

Nahrung:

Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich vom kohlehydrathaltigem Pflanzennektar der Doldenblütlerarten und dem Honigtau der Blattläuse.

Zur Aufzucht der Brut wird tierisches Eiweiß benötigt. Insekten, insbesondere verschiedene Fliegenarten, Stechmücken usw.

Verhalten:

Das Nest wird nur gegen Störungen im unmittelbaren Nestbereich verteidigt. Arbeiterinnen fliegen weder in Wohnungen ein, noch wird auf der Nahrungssuche niemals der Mensch angeflogen.

Diese Wespenart ist in keiner Weise aggressiv noch lästig.

 

 

 

 

 

 

 

 

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