Lebensweise / Steckbrief

 

 


 

  Merkmale:

 

 

Nachdem 2014 Vespa velutina in Deutschland nachgewiesen wurde, gehört die Mittlere Wespe jetzt zur drittgrößten, in Deutschland vorkommenden Wespenart.


 

Aufgrund sinnloser Verfolgung ist D. media mittlerweile recht selten geworden.

 

 

Das Bruststück ist bei der Königin an den Seiten und am Übergang zum Hinterleib rotbraun gezeichnet.

Die Umrandung der Zeichnung sieht aus wie eine gelbe "1".

Sie ähnelt zum Verwechseln einer Hornissenarbeiterin.

 

 

 

 

Arbeiterinnen können je nach Nest in sehr unterschiedlichen Farbvarianten vorkommen.

Der Thorax ist schwarz. Der Hinterleib variiert von stark gelb bis fast schwarz mit dünnen gelben Streifen.

 

 

 

Größe:

 

Königin:        18 - 22 mm   (Aufnahme links)

 

Arbeiterin:    15 - 19 mm   (Aufnahme rechts)

 

Männchen:   15 - 19 mm

 
Lebensraum:

 

Lichte Wälder, buschreiches Gelände, gerne auch im Siedlungsbereich.

Als typischer Freinister werden die freihängenden Nester in Hecken, Gebüschen oder an Gebäuden wie z.B. Dachvorsprüngen und Fensternischen angelegt. Das Nest findet sich niemals versteckt an dunklen Standorten.


 


 


 


 
 
Jahreszeitliches Erscheinen:
 


 

Nestsuchende Königinnen ab Mitte April / Anfang Mai.

 

 

Erste Arbeiterinnen erscheinen ab etwa Ende Mai.

 

Kurzer Lebenszyklus bis etwa Anfang / Mitte September.

 


 
  Nestansicht:
 


  • Die Nestform gleicht einer "Erdbeere". Oben breit und nach unten, zum Flugloch hin, spitz zulaufend.
     
  • Die Nestfarbe ist hellgrau, mit Streifen marmoriert.
     
  • Die Nesthülle ist je nach Baumaterialgewinnung mit vielen weißlichen, grauen, braunen und grünen Streifen gemustert und hat geschlossene Lufttaschen.
     

  • Das Einflugloch kann während der Nestgründungsphase als "Schlauch" nach unten verlängert sein.
     

  • Die Nesthülle ist fester, fast schon "Pappeartig", als bei anderen Wespennestern.  Als freihängendes Nest, Wind und Wetter ausgesetzt, ist die Nesthülle Wasser abweisend.
     

  • Das Nest kann Fußballgröße erreichen.
     

  • Durchschnittlich werden 3 - 5 (max. 6) Wabenetagen angelegt.
     

  • Als Einflugöffnung dient ein etwa 1-2 cm großes Loch, das bei älteren Nestern rüsselförmig zur Seite verlängert sein kann.



 
Volksstärke:
 
 

 
Im Durchschnitt besiedeln ca.150 - 350 Tiere das Nest.
 

Nahrung:
 


 

Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich von den, in der Natur anfallenden Kohlehydrathaltigen Baum-,  Pflanzen- und Obstsäften, Nektar von Blüten und dem Honigtau der Blattläuse.
 

Zur Aufzucht der Brut wird tierisches Eiweiß benötigt. Insekten, insbesondere verschiedene Fliegenarten, Stechmücken usw.

 

 

Verhalten:
 

Die friedfertige Mittlere Wespe wird, aufgrund ihrer freihängenden Nester und ihrer Größe, oftmals ungerechtfertigt vernichtet und die Nester zerstört

Die frei hängenden Nester fallen in der Nestgründungsphase oftmals Fressfeinden wie Vögeln zum Opfer.

Diese Umstände haben die Mittlere Wespe recht selten werden lassen.

 

Das Nest wird gegen Störungen im unmittelbaren Nestbereich schnell verteidigt.
 

Arbeiterinnen fliegen weder in Wohnungen ein, noch auf Nahrungssuche den Mensch an, um sich an dessen Kaffeetafel niederzulassen

 

Die Aufnahmen auf dieser Seite stammen von ©: Arndt, I., Enghusen, B., Fronius,M., Hornberg, H., Prelicz, F., Ritter, A.+C., Rutke, A., Schätzlein, O., Schreck, R., Tauchert, P.

 


 

 

 

 


   
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