Lebensweise / Steckbrief

 

 

Merkmale:

Die größte in Deutschland vorkommende Wespenart.

Kopf rotbraun gefärbt.

Tritt bei uns in zwei Farbvarianten auf (Vespa c. germana und Vespa c. crabro).

Brüststück dunkelbraun.

Je nach Unterart, mit einer rotbraunen, zu einem V verlaufenden Rückenzeichnung (Vespa crabro germana).

Bei Vespa crabro crabro fehlt die, zu einem V ausgebildeten Färbung auf dem Rücken.

 

Farbkennzeichnung

Vespa crabro germana

Farbkennzeichnung

Vespa crabro crabro

 

Der Hinterleib ist wie bei allen sozialen Faltenwespen gelb-schwarz gefärbt.

 

Größe:

Königin:        25 - 35 mm

Arbeiterin:    18 - 25 mm

Männchen:   21 - 28 mm

Hornissennest Ende Juli in einem Schuppen

 

Lebensraum:

Offene Lebensräume wie Parklandschaften, Mischwälder und Streuobstwiesen mit Altbaumbestand.

Zum Nistplatz zählen größere Baumhöhlen. Selten in Unterirdischen Hohlräumen. Regelmäßig im Siedlungsbereich des Menschen anzutreffen. Dort ist die Hornisse in Dachstühlen, Gartenhütten, Scheunen und Geräteschuppen vorzufinden. Hohlräume wie Rollladenkästen, Wandverkleidungen und Vogelnistkästen werden ebenfalls besiedelt.

 

Jahreszeitliches Erscheinen:

Nestsuchende Königinnen ab Ende April / Anfang Mai.

Erste Arbeiterinnen erscheinen ab etwa Anfang Juni.

Langer Lebenszyklus bis etwa Mitte Oktober.

Nesthuelle eines Hornissennestes

 

Nestansicht:

Die Nestfarbe ist bräunlich bis ockerfarben. Die Nesthülle ist muschelartig gemustert und mit zahlreichen großen Lufttaschen versehen. Die Nesthöhe beträgt bei freihängenden Nestern maximal etwa 60 cm und hat etwa einen Durchmesser von 30 cm. Durchschnittlich werden 5 - 8 Wabenetagen (max.12) angelegt. Der Einflug befindet sich unten am Nest und ist weit offen.

 

Volksstärke:

Großnester erreichen ein Maximum von etwa 900 Arbeiterinnen. Im Durchschnitt allerdings besiedeln ca.100 - 700 Tiere das Nest.

Hornisse zerwirkt erbeutete Wespe

 

Nahrung:

Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich von, in der Natur anfallenden Kohlehydrathaltigen Baum-,  Pflanzen- und Obstsäften, Nektar von Blüten und Honigtau der Blattläuse.

Zur Aufzucht der Brut wird tierisches Eiweiß benötigt. Insekten wie Fliegen, Stechmücken, viele Forstschädlinge, Raupen und andere Wespenarten werden bejagt und gehören u.a. auf den Beuteplan der Hornissen. Etwa 500 Gramm Insekten täglich, benötigt ein Hornissenvolk.

Fotoaufnahmen im unmittelbaren Nestbereich  

Verhalten:

Hornissen gehören zu einer überaus friedfertigen Wespenart. Selbst im unmittelbaren Nestbereich kann man bei vorsichtigem und bedächtigem Verhalten recht gefahrlos Beobachtungen machen. Außerhalb des Nestbereichs sind Hornissen in keiner Weise angriffslustig. Auch werden Nahrungssuchende Hornissen niemals den Menschen anfliegen und sich an dessen Kaffeetafel niederlassen.

 

 

 

 

 

 

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