Neststandorte, Nestformen, Besonderheiten

 

 

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Anfangswabe

Anfangswabe der deutschen Wespe im Größenvergleich.

Am Wabenstiel gut zu Erkennen, der Ansatz der ersten beiden Waben.


 

Anfangsnest in einem Rollladenkasten

Koloniegründung in einem Rollladenkasten. Noch ist das Nest recht klein, aber in einigen Wochen wird bereits der Rollladen in den Bau integriert.


 

Einflugloch zum Erdnest

Meist gelten verlassene Mäuse- oder Maulwurfsbauten als Grundlage für Erdnester der deutschen- oder gemeinen Wespe. Hier der Eingang zum Erdnest einer Kolonie der deutschen Wespe.


 

In einem abgestellten Vogelnistkasten

In einem Schuppen befand sich der Vogelnistkasten, als der Besitzer den regelmäßigen Einflug der Königin beobachtete. Um einer Konfrontation im Schuppen aus dem Weg zu Gehen, stellte er den Nistkasten mitsamt der Königin in seinen Hausgarten.

Im späteren Verlauf der Nestentwicklung, wurde der Vogelnistkasten komplett in den Bau mit einbezogen.


 

Unter einem Dach

Hinter einer Trennwand zur Dachwohnung einer Familie, befand sich dieses Nest.

Zeitpunkt des Entdeckens war Ende August.

Eifrig, mit der Erweiterung ihrer Kolonie, sind die Arbeiterinnen auf der Nesthülle zu Beobachten.


 

In einem Wischmopp

Einen ausgefallenen Neststandort hatte dieses Nest. Es befand sich in einem abgestellten Wischmopp in einer Garage. Als Einflug wurde von den Tieren der Torschlitz am Boden der Garage genutzt.

Nach einer Beratung vor Ort, hatte der Garagenbesitzer keine Bedenken mehr, das Nest zu dulden. Tatsächlich kam es weder beim Öffnen der Garage, noch beim Rangieren des Fahrzeugs zu keinerlei Problemen.


 

An einem Badezimmerfenster

Nest der deutschen Wespe an einem Badezimmerfenster im September.

Durch das gekippte Fenster gelangten die Wespen seit mittlerweile mehr als vier Monaten zu ihrem Nest.


 

"Wespenzopf"

Ende November wurde dieses, noch intakte Nest auf einem Dachboden entdeckt. Hinter einem Kleiderschrank hatte sich der, an einen "Zopf" erinnernde Nestbau entwickelt. Hunderte von verendeten Tieren lagen zu diesem Zeitpunkt bereits unterhalb des Nestes.

Beim Öffnen des Nestes zeigte sich, dass sich der eigentliche Wabenbau im oberen Nestbereich des auf dem Bild 3 gezeigten Bildausschnitt befand. Der restliche, nach unten ausgebildete "Zopf" entpuppte sich lediglich als Nesthülle.


 

Hinter Trennwand

Nicht schlecht staunte ich, als bei mir Ende Dezember, genauer gesagt am 23. Dezember ein Anruf zur Wespenberatung einging. Befand sich doch auf einem Dachboden, hinter einer Trennwand, ein großes Wespennest. Täglich waren lebende Tiere in der Dachwohnung zu finden.

Beim Öffnen des Nestes befanden sich tatsächlich noch einige träge Tiere im Nest.

Mir fiel bei diesem Nest weiterhin auf, dass es sich um zwei Nester handelte. Ein Altnest vom Vorjahr und das darauf gesetzte Nest aus der Saison. Auch bestätigte der Betroffene, dass er im Vorjahr Wespenflug am Dach beobachtet hatte. Beim näheren Erforschen des Nestes fand ich auf einer alten Wabe eine verlassene Anfangswabe (Bild 3). Vermutlich hatten sich im Frühjahr mehrere Königinnen diesen Nistplatz ausgesucht, wobei jedoch eine Königin das tatsächliche Nest für sich beanspruchte.


 

Ausgewachsene Nester der deutschen Wespe

Aufnahmen: Walter Thoma © 2005

Ausgewachsene, verlassene Nester der deutschen Wespe am Saisonende.

Was als kleine Anfangswabe begann (siehe oben) kann wie hier zum "Gigantnest" werden.

 

Das bisher größte Nest (Bild 1), das Walter Thoma je gesehen hatte, meldete ihm 2003 ein Gastwirt aus dem Landkreis Tirschenreuth. Walter Thoma wollte das riesige Nest nach dem natürlichen absterben präparieren. Am 6. Dezember sollte es abgeholt werden. Beim Entfernen allerdings wurde er von etlichen Wespen angegriffen. Es war zwar kein Flugbetrieb mehr, aber im Nest selbst befanden sich noch verteidigungsbereite Arbeiterinnen.

Erst im Februar des Folgenden Jahres konnte das Nest abgeholt werden. Im Nest allerdings befanden sich immer noch einige lebende Geschlechtstiere und etwa 30 Arbeiterinnen.


In Wärmedämmung

In der Isolierung eines Wintergartens


Unter einer Flachdachverkleidung

Unter der Flachdachverkleidung über einem Lebensmittelmarkt.


In einem Vogelnistkasten
Aufnahmen: Harms © 2005

 

Der Platz im Vogelnistkasten reichte im Verlauf der Saison nicht mehr aus und deshalb bauten die Wespen außerhalb des Nistkastens weiter.

Etwas ungewöhnlich für den Dunkelhöhlenbrüter deutsche Wespe, das Nest frei,  der Witterung ausgesetzt, nach außen zu bauen.