|
15. Juli 2010
Hornissenumsiedelung aus einem Gewächshaus
36 Grad Außentemperatur, im Gewächshaus noch
zusätzliche Luftfeuchtigkeit - so gestaltete sich diese schweißtreibende
Hornissenumsiedelung...
Ausschlaggebend für die Umsiedelung war ein älteres
Ehepaar. Der Mann ist gehbehindert und versorgt im Gewächshaus seine Kakteen.
Hierbei wurde er mehrmals gestochen.
Schon beim Betreten des Gewächshauses fühlten sich
die Hornissen bedroht und umflogen den "ungebetenen Gast".
Vermutet wurde das Hornissennest im kleinen
Abstellschrank am Ende des Treibhauses. Jedoch befand sich das gut gewachsene
Hornissennest außen am Schrank unter einer Wachstischdecke. Nach vorsichtigem
anheben der Tischdecke kam das Nest zum Vorschein. Dunkelbraun meliert, aus
rotfauler Eiche gebaut, zeigten sich 4 Wabenetagen. Etwa 100 Hornissen mit
Königin galt es nun behutsam in den Abfangkasten einzusaugen.
Nach etwa einer Stunde war auch die letzte
heimkehrende Hornisse im Abfangkasten.
Jetzt konnte das Nest vom Schrank abgenommen und in den Hornissenkasten
eingesetzt werden.
Als neuen Standort hatte ich die Garage in meinem
Garten ausgesucht.
Beim Entnehmen der Fangbox am nächsten Tag herrschte nochmals volle Aufregung im
Hornissenvolk. Massiv wurde ich bei der Entnahme der Box beflogen und quer durch
den Garten verfolgt.
Keine 15 Minuten später allerdings hatte sich nach
dem Verschließen des Hornissenkastens bereits alles wieder beruhigt.
Heute fliegen die Hornissen fleißig durch den Garten
und jagen am nahe gelegenen Apfelbaum nach Fliegen und Wespen...
|