Frühling im Naturgarten

 

Aufnahmen von Ralf Schreck

 

 

 

Von Wildbienen, Wespenköniginnen und anderen Gartenbewohnern ...

 

Frühling im Naturgarten von Ralf Schreck.

Verschiedene Wildbienenarten tummeln sich an den Wildbienennisthilfen oder graben ihre Brutröhren im eigens angelegten Sandbeet.

Eine Hornissenkönigin jagt bereits Fliegen und stärkt sich so für die bevorstehende Staatsgründung.

An verwitterten Holzpfosten sammelt die Königin der Sächsischen Wespe Baumaterial. Sie hat bereits einen Neststandort gefunden und baut nun die Zellen und die Nesthülle aus.

An der Futterschale findet sich immer wieder die Königin der Mittleren Wespe ein. Lediglich an der rotbraunen Zeichnung mit der gelben "1" am Oberkörper, kann man die Königin von einer Hornisse unterscheiden.

Auch die Königin der Deutschen Wespe kommt gerne in der Garten von Ralf, um dort am Futterteig Energie zu tanken.

Die einzige "Dame", die nicht zu den Hautflüglern gehört, ist die Schwebfliege. Gut zu erkennen an den kurzen Stummelfühlern, den großen Komplexaugen und den abstehenden Flügeln ...

 

 

April 2014

 

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Männchen der Roten Mauerbiene (Osmia bicornis)

Nachdem Pollen in die Brutröhre eingetragen wurde, wird dieser mit dem Kopf ordentlich verpresst. Der gelbe Kopfschild, an dem noch Blütenstaub hängt, zeigt, dass diese Arbeit gerade erledigt wurde. Ist die Brutröhre mit genügend Pollen befüllt und mit einem Ei belegt, wird der Eingang zur Brutkammer mit einem Pfropf verschlossen. Hierzu wird Lehm mit Speichel vermischt und zur Brutkammer getragen. Ein Männchen der Roten Mauerbiene hält Ausschau, ob nicht ein frisch geschlüpftes Weibchen die Brutröhre verlässt, welches dann gleich vom "Bräutigam" abgefangen wird ...

Sandbiene (Andrena flavipes)

Während die Einen Hohlräume und Ritzen in Pflanzenstielen, Steinen, Schneckenhäusern etc. als Brutröhre nutzen,
graben sich andere Wildbienenarten ihre Brutröhre in den Sandboden.

Eine Hornissenkönigin war bei der Fliegenjagd erfolgreich und zerteilt, an einem Bein im Baum hängend, ihre Beute.
Hat sie bereits Larven im Nest, die damit gefüttert werden oder ist der kleine Eiweißhappen für den eigenen Bedarf?
Eine Königin der sehr selten gewordenen Mittleren Wespe (Dolichovespula media) ist bereist Stammgast an der Futterschale, im Garten von Ralf Schreck. Bestimmt hat sie ihren Neststandort, frei hängend, in einem Strauch oder an einem Baum ausgesucht und dort bereits an einem Zweig, eine kleine Nestkugel mit dem langen Einflugrohr befestigt. Auch die Königin der Deutschen Wespe (Vespula germanica) tankt gerne an der Futterschale Energie, bevor sie sich wieder der Staatengründung und dem Nestbau widmet.

Aber nicht nur die Futterschale wird zur Nahrungssuche angeflogen. Nein, auch Pflanzennektar wird gesammelt und dabei noch die Stachelbeere befruchtet.
 
Somit haben auch Wespen eine wichtige Funktion als Blütenbestäuber im Naturhaushalt.

Überall werden jetzt die Nester gegründet.
Baumaterial bietet hier, für die Königin der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica), die verwitterte Holzoberfläche der Wildbienennisthilfe.
Die Haus-Feldwespe (Polistes dominula) hat im Vogelnistkasten bereits einige Wabenzellen angelegt und dort ihre Eier abgelegt. Eine Schwebfliege.
Sie gehört zu den "Zweiflüglern" und hat nichts mit den  Hymenopteren zu tun. Dennoch kann man auf dem Bild sehr schön die Unterschiede zwischen einer Wespe und einer Fliege erkennen ...
Die Königin der Sächsischen Wespe ist regelmäßiger Besucher an der hölzernen Wildbienennisthilfe.
Dort raspelt sie die verwitterte Holzoberfläche ab, um mit dem Material, vermischt mit Speichel, ihr Golfball großes Papiernest zu erweitern.
Auch die Haus-Feldwespe ist eifrig dabei, Baumaterial zur Nesterweiterung zu sammeln.
Während die Eine das Nest erweitert, genießt die Andere den angebotenen Bienenfutterteig, aus der Futterschale von Ralf.
Die Königin der Deutschen Wespe findet man ständig an den angebotenen Leckereien der Futterschale. Das Weibchen der gehörnten Mauerbiene hat frischen Mörtel gesammelt und verschließt damit eine weitere Brutkammer. Die Zauneidechse bekommt einen Mehlwurm gereicht und lässt sich, mittlerweile handzahm, dankbar auf der Hand fotografieren.
... deutlich kann man gespaltene Zunge erkennen, die typisch für Reptilien ist. ...wieder trifft man die Königin der Deutschen Wespe an der Futterstelle ...auch sie lässt sich mal wieder blicken ...
... die Hornissenkönigin Die Königin der Sächsischen Wespe ist fleißig ... ... sie sammelt Baumaterial zu Nesterweiterung
Ein Wollschweber (Bombylius major) saugt genüsslich Nektar am Günsel (Ajuga reptans).

Er parasitiert solitär lebende Bienen oder Wespen, indem er seine Eier gezielt, im Flug, in die Nesteingänge der Wirte schießt.

Die geschlüpfte Larve dringt später in die Brutkammer ein und ernährt sich dort von der Wildbienen- oder Wespenlarve.

Königinnen im Vergleich:

           Hornisse (Vespa crabro)                                                                 Mittlere Wespe (Dolichovespula media)

Feldwespe
Königin der Deutschen Wespe (Dolichovespula germanica)
Auch sie darf dieses Mal natürlich nicht fehlen:

Die Zauneidechse

Ackerhummel (Bombus pascuorum) Landkärtchen (Araschnia levana)

Frühlingsgeneration

 

Mai 2014

 

Der kleine Wollschweber (Bombylius major) ist ein Dauergast im Garten.
Er dreht fleißig seine Runden und tankt dabei süßen Nektar, direkt aus dem Blütenkelch.
Hornissenköniginnen fliegen gerne die Futterstelle an.
Hier gibt es immer wieder frischen Bienenfutterteig und andere süße Leckereien, die während der Nestgründungsphase Energie spenden.
Schwebfliegen, Schlupfwespen und auch schon Nachwuchs der Zauneidechse kann man entdecken.
Die Feldwespe versorgt bereits ihre Larven mit dem eiweißreichen Fleisch erbeuteter Insekten.

 

 

 

Auch die Königin der Deutschen Wespe lässt sich die süßen Köstlichkeiten nicht entgehen.

Ende Mai

 

Noch ist die Hornissenkönigin alleine und versorgt sich selbst.

 

Im Juni werden die ersten Arbeiterinnen schlüpfen und der Königin die Arbeit abnehmen. Dann hat sie endlich einen Staat und ist eine echte Herrscherin.

Bei der Sächsischen Wespe fliegen schon fleißig die Arbeiterinnen.

Sie sammeln Nahrung für Königin, Larven und Arbeiterinnen im Nest.

Für den Nestbau muss Baumaterial beschafft werden.

Hierzu raspelt eine Arbeiterin, der Sächsischen Wespe, die verwitterte Holzoberfläche am Gartenzaun ab, formt einen Pappmascheeklumpen und speichelt diesen ordentlich ein. Der Papierbrei wird zum Nest geflogen und als kleiner Streifen auf die Außenhülle aufgetragen.

 

 


 

Schildkröte, Hornisse oder Eidechse - was stimmt hier nicht ?

 

 

 


 

Ralf Schreck © 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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